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Adapterplatine für 4-way SLI: Asus bohrt Mainboard für vier GTX-Grafikkarten auf

Das High-End-Board Rampage III Extreme von Asus bekommt Mitte 2010 eine Erweiterung. Über eine Zusatzplatine, die auf das Mainboard gesteckt wird, lassen sich dann auch vier Nvidia-Grafikkarten mit voller x16-Beschaltung nutzen. Gedacht ist das Konzept für Benchmarkrekorde – und hemmungslose Technikfans.
/ Nico Ernst
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ROG Xpander mit vier GTX-480
ROG Xpander mit vier GTX-480

Mit seiner Serie "Republic of Gamers" (ROG) will Asus kompromisslose High-End-Hardware anbieten, bei der Dinge wie Leistungsaufnahme und Gerätepreis den Nutzern egal sind. Beim aktuellen ROG-Board Rampage III Extreme für CPUs der Serie Core i7-900 mit X58-Chipsatz hat Asus dabei aber eine Kleinigkeit vergessen: Die vier PEG-Slots für Grafikkarten sind zwar so angeordnet, dass sich alle mit doppelt breiten Karten bestücken lassen. Nvidia erlaubt ohne seine PCI-Express-Switches vom Typ Nforce 200 aber maximal die Nutzung von drei Grafikkarten.

Einen technischen Grund gibt es dafür nur ansatzweise, denn schnell sind solche Systeme auch, wenn wie beim Rampage III Extreme im Serienzustand mit voller Bestückung alle vier Slots nur mit je acht PCIe-Lanes beschaltet sind. AMD hat sein "Crossfire X" auch für solche Konfigurationen freigegeben, so dass sich beispielsweise vier Radeon HD 5870 verwenden lassen.

Bei Nvidia ist "4-way SLI" aber an das Vorhandensein von zwei Nforce 200 gebunden, welche dann für alle Slots 16 Lanes bereitstellen. Ohne diese Switches lassen sich kraft Treiber nur drei Karten verwenden. Die volle Bandbreite der Karten wird dabei meist nur mit synthetischen Benchmarks wie etwa zur Füllrate sichtbar.

Aufsteckplatine mit zwei Nforce 200

Andere Hersteller rüsten ihre Übertakterboards gleich mit den teuren Nforce-Chips aus, was aber auch die Leistungsaufnahme nach oben treibt. Ohne den Namen des Konkurrenten zu nennen, zeigt Asus in seiner Ankündigung des Adapters dabei ein Board von Gigabyte. Laut Asus nutzt aber auch bei diesen Extrem-Mainboards höchstens ein Prozent der Käufer alle vier Slots für Grafikkarten.

Daher sollte die Ausstattung für 4-way SLI laut Asus auch optional sein und dem Kunden nicht gleich ein noch teureres Board und die dauerhafte Leistungsaufnahme der Switches aufbürden. Ist das dennoch gewünscht, muss sich der Hardwarefan Ende Juli 2010 den "ROG Xpander" zulegen.

Dieser sitzt direkt auf dem Mainboard und hält zu ihm über zwei der PEG-Slots des Rampage Kontakt. Dessen PCIe-Lanes werden durch zwei Nforce 200 vervielfacht, so dass sich dann auch vier Geforce-Karten mit voller Beschaltung verwenden lassen – und der Nvidia-Treiber dies auch zulässt. Die Adapterplatine wird über drei Vier-Pin-Stecker (Molex) wie bei optischen Laufwerken mit Strom versorgt.

In ein herkömmliches PC-Gehäuse passt das Rampage mit dem Adapter dann laut Aussage von Asus gegenüber Golem.de "gar nicht". Die Konstruktion ist vor allem für Tischaufbauten gedacht, dürfte aber auch in offenen Testplattformen wie denen von Cooler Master funktionieren. Dabei lassen sich die Grafikkarten zwar nicht festschrauben, sie halten sich aber durch das SLI-Bracket auch aneinander fest.

Einen Preis in Euro hat Asus noch nicht ausgerechnet, für den internationalen Markt rechnet der Hersteller aber mit einem empfohlenen Preis von rund 100 US-Dollar. Ob der Adapter auch auf anderen Mainboards mit gleichen Abständen der PEG-Slots funktioniert, ist noch nicht bekannt.


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