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Quartalsbericht: Dell klagt über hohe Preise für Arbeitsspeicher und Displays

Dell hat den Gewinn im letzten Quartal kräftig gesteigert, litt aber unter steigenden Preisen für Komponenten. Arbeitsspeicher und Displays seien zu deutlich überhöhten Preisen auf dem Markt.
/ Achim Sawall
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Dell erzielte in seinem ersten Finanzquartal eine Gewinnsteigerung um 52 Prozent auf 441 Millionen US-Dollar (22 Cent pro Aktie). Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag der Gewinn bei 290 Millionen US-Dollar (15 Cent pro Aktie). Der Umsatz stieg um 21 Prozent auf 14,87 Milliarden US-Dollar. Vor Sonderposten lag der Gewinn bei 30 Cent pro Aktie. Die Analysten hatten nur 27 Cent pro Aktie erwartet. Beim Umsatz prognostizierten sie nur 14,2 Milliarden US-Dollar.

Das Bruttoergebnis, der Saldo aus Umsatz und Herstellungskosten, lag bei 17,6 Prozent und damit unter den Prognosen einiger Analysten. Die "deutlich überhöhten" Preise für Arbeitsspeicher und Displays seien dafür verantwortlich, sagte Dell-Finanzchef Brian Gladden. Nach Meinung der Analysten war Dell davon jedoch stärker betroffen als Apple oder Hewlett-Packard. "Einige Komponenten werden über die nächsten Quartale weiterhin knapp bleiben", erklärte das Unternehmen. Die Gewinnspanne fiel auch, weil in der asiatisch-pazifischen Region und in ähnlichen Märkten die Nachfrage für sehr billige Computer weiter gestiegen sei, sagte Gladden.

Der durchschnittliche Preis für ein Windows-Notebook ist nach Angaben der NPD-Group-Marktforscher auch in den USA im März 2010 auf 528 US-Dollar gefallen. Vor einem Jahr lag der Preis noch bei 565 US-Dollar.

Im letzten Jahr hatte Dell einen Firmenbereich für Mobiltelefone gegründet, die aber bisher nur in China und in Brasilien verkauft werden. Der Umsatz der mobilen Endgeräte sei "sehr, sehr klein im Vergleich mit dem Umsatz im Gesamtunternehmen", erklärte Gladden.

Der Umsatz Dells mit großen Unternehmen stieg um 25 Prozent auf 4,2 Milliarden US-Dollar, der operative Gewinn legte um 47 Prozent auf 283 Millionen US-Dollar zu. Dells Umsatz mit Behördenkunden wuchs um 22 Prozent auf 3,9 Milliarden US-Dollar. Der operative Gewinn stieg hier aber nur um 2 Prozent auf 298 Millionen US-Dollar.


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