Abo
  • Services:

Facebook, Myspace und Co.

Nutzernamen wurden an Werbekunden übertragen

Verschiedene soziale Netzwerke geben die Kennungen ihrer Nutzer an ihre Werbekunden weiter und verletzen damit teils ihre eigenen Datenschutzbestimmungen. Das Wall Street Journal nennt dabei auch Facebook und Myspace.

Artikel veröffentlicht am ,

Die reichenweitenstarken sozialen Netzwerke Facebook und Myspace übergeben ihren Werbekunden keine anonymisierten Links. Stattdessen ist laut eines Berichts des Wall Street Journal (WSJ) aus den Links und den enthaltenen Accountnamen oder Identifikationsnummern abzulesen, auf welchem Nutzerprofil die Werbung angeklickt wurde. Werbekunden könnten so ohne Probleme die entsprechenden Profilseiten mit etwaigen weiteren persönlichen Informationen - etwa den vollen Namen, das Alter, den Beruf und den Wohnort - herausfinden.

Stellenmarkt
  1. Europ Assistance, München
  2. über duerenhoff GmbH, Mannheim

Bei Facebook soll das Problem weitreichender gewesen sein, da hier nicht nur übertragen wurde, auf wessen Profil Werbung angeklickt wurde, sondern auch, wer klickte. Facebook bestätigte die Datenweitergabe gegenüber dem WSJ. Facebook und Myspace - wie das WSJ zu News Corp. gehörend - sollen mittlerweile auch reagiert haben. Facebook hat am 20. Mai 2010 einige Veränderungen vorgenommen, Myspace will seine FriendID in den übertragenen URLs ebenfalls unkenntlich machen.

Daten nicht erwünscht

Auch bei Livejournal, Hi5, Xanga und Digg sollen Name oder ID der besuchten Seiten übertragen werden. Hier sei es aber laut deren Betreibern weniger leicht möglich, Rückschlüsse auf einzelne Nutzer zu ziehen, da sie bei der Accounterstellung keine realen Namen angeben müssten. Die Daten sollen unter anderem an Adserver-Betreiber Doubleclick (Google) und Right Media (Yahoo) gegangen sein. Gegenüber dem WSJ gaben die beiden Unternehmen an, diese Daten würden aber nicht genutzt. Ein Yahoo-Sprecherin erklärte, die Webseitenbetreiber würden explizit angewiesen, keine derartigen Daten zu übertragen, da sie nicht erwünscht seien.

Dass persönliche Daten an Werbekunden gingen, wurde von Wissenschaftlern des Worcester Polytechnic Institute (WPI) bereits im August 2009 bemängelt, doch das hatte keine große Aufmerksamkeit erlangt. Es wurden zwölf soziale Netzwerke untersucht und verschiedene Wege gefunden, wie externe Unternehmen auf Nutzerdaten zugreifen können. Obwohl deren Betreiber informiert wurden, ist trotz einiger Antworten den Forschern zufolge neun Monate später noch nichts passiert.

Ihren Datenschutzerklärungen und den Industriegepflogenheiten wurden die Betreiber mit der Weitergabe nicht gerecht. Webseiten sollten laut WSJ weder Nutzerdaten weitergeben noch Werbetreibende Nutzerinformationen sammeln, die eine Identifizierung von Personen ermöglichen.

Seitens der VZ-Netzwerke, die SchülerVZ, StudiVZ und MeinVZ betreiben, hieß es gegenüber Golem.de, Links würden an Werbekunden nur verfremdet und verschlüsselt übertragen. Golem.de gehört wie die VZ-Netzwerke zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. 3 Blu-rays für 20€, Boxsets im Angebot, Serien zum Sonderpreis)
  2. (u. a. Deadpool, Alien Covenant, Assassins Creed)

sfasd 24. Mai 2010

und das ist kein soziales netzerk? ;)

d3wd 23. Mai 2010

So ein bisschen ASCII kann doch eigentlich jeder. ~d3wd

blub 22. Mai 2010

Ich finde es immer wieder lustig das manche leute einfach resistent sind und mit dem...

iFaceBookR 21. Mai 2010

... bleibt einfach den ganzen sozialen Netzen fern. Das ist doch einfach und leicht zu...

hans2 21. Mai 2010

Bei allen 5?


Folgen Sie uns
       


HP Z2 Mini Workstation - Test

Die Z2 Mini Workstation G3 kann uns im Test überzeugen - und das nicht als sehr schnelle Maschine, sondern als gut durchdachtes Gesamtkonzept.

HP Z2 Mini Workstation - Test Video aufrufen
HTC Vive Pro im Test: Das beste VR-Headset ist nicht der beste Kauf
HTC Vive Pro im Test
Das beste VR-Headset ist nicht der beste Kauf

Höhere Auflösung, integrierter Kopfhörer und ein sehr bequemer Kopfbügel: Das HTC Vive Pro macht alles besser und gilt für uns als das beste VR-Headset, das wir bisher ausprobiert haben. Allerdings ist der Preis dafür so hoch, dass kaufen meist keine clevere Entscheidung ist.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. VR-Headset HTCs Vive Pro kostet 880 Euro
  2. HTC Vive Pro ausprobiert VR-Headset hat mehr Pixel und Komfort
  3. Vive Focus HTC stellt autarkes VR-Headset vor

Datenverkauf bei Kommunen: Öffentliche Daten nicht verhökern, sondern sinnvoll nutzen
Datenverkauf bei Kommunen
Öffentliche Daten nicht verhökern, sondern sinnvoll nutzen

Der Städte- und Gemeindebund hat vorgeschlagen, Kommunen sollten ihre Daten verkaufen. Wie man es auch dreht und wendet: Es bleibt eine schlechte Idee.
Ein IMHO von Michael Peters und Walter Palmetshofer

  1. Gerichtsurteil Kein Recht auf anonyme IFG-Anfrage in Rheinland-Pfalz
  2. CDLA Linux Foundation veröffentlicht Open-Data-Lizenzen
  3. Deutscher Wetterdienst Wetterdaten sind jetzt Open Data

Filmkritik Ready Player One: Der Videospielfilm mit Nostalgiemacke
Filmkritik Ready Player One
Der Videospielfilm mit Nostalgiemacke

Steven Spielbergs Ready Player One ist eine Buchadaption - und die Videospielverfilmung schlechthin. Das liegt nicht nur an prominenten Statisten wie Duke Nukem und Chun-Li. Neben Action und Popkulturreferenzen steht im Mittelpunkt ein Konflikt zwischen leidenschaftlichen Gamern und gierigem Branchenriesen. Etwas Technologieskepsis und Nostalgiekritik hätten der Handlung jedoch gutgetan.
Eine Rezension von Daniel Pook

  1. Filmkritik Tomb Raider Starke Lara, schwacher Film
  2. Filmkritik Auslöschung Wenn die Erde außerirdisch wird
  3. Vorschau Kinofilme 2018 Lara, Han und Player One

    •  /