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Stellenabbau: HP streicht in Deutschland rund 640 Arbeitsplätze

Hewlett-Packard streicht erneut Arbeitsplätze in Deutschland. Über 250 Stellen in der Verwaltung fallen durch Verlagerungen ins Ausland weg. Dazu kommen schon angekündigte Abbaupläne bei EDS und in einem Werk in Gültstein. Trotz üppiger Gewinne wird sogar beim Kantinenessen gekürzt.
/ Achim Sawall
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Hauptsitz von HP Deutschland in Böblingen
Hauptsitz von HP Deutschland in Böblingen

In Deutschland baut Hewlett-Packard derzeit 640 Arbeitsplätze ab. Das sind sechs Prozent der Belegschaft, die 10.300 Menschen umfasst, berichtet die Wirtschaftswoche(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf den Betriebsrat. "Wir sind überzeugt, dass der Arbeitsplatzabbau in Zukunft weitergeht", sagte ein Betriebsrat in Böblingen der Wirtschaftswoche. 256 Stellen im Verwaltungsbereich sollen nach Osteuropa und Indien verlagert werden.

281 Jobs sollen bei EDS wegfallen. Der IT-Services-Dienstleister war im Mai 2008 von Hewlett-Packard für 13,25 Milliarden US-Dollar übernommen worden und als HP Enterprise Services eingegliedert. Nach dem Kauf wurden für einen Zeitraum von drei Jahren konzernweite Streichungen von 24.600 Arbeitsplätzen angekündigt. Mit einem fast einen Monat andauernden Arbeitskampf bei EDS in Deutschland wurden im Sommer 2009 über 500 Entlassungen verhindert. Statt 839 soll es maximal 300 betriebsbedingte Kündigungen geben.

100 Arbeitsplätze fallen in der HP Solution Factory Gültstein bei Böblingen weg. Die dortige Serverfertigung wird in die Tschechische Republik verlagert. Dieser Abbau war bereits 2009 angekündigt worden und wird jetzt vollzogen.

Obwohl Hewlett-Packard im zweiten Finanzquartal eine weltweite Gewinnsteigerung um 28 Prozent auf 2,2 Milliarden US-Dollar vermelden konnte, spart der Computerkonzern auch im Kleinen: In Rüsselsheim haben EDS-Beschäftigte unlängst gegen die Streichung der Kantinenzuschüsse protestiert(öffnet im neuen Fenster). Für das Mittagsessen gab es bisher 2,23 Euro von Hewlett-Packard, zusätzlich 1,02 Euro für Auszubildende. Gestrichen wurde auch Geld für Weihnachtsfeiern, Betriebsfeste und Sportturniere. Zudem habe es seit zwei Jahren keine Gehaltserhöhungen mehr gegeben.


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