Elektromobilität: Tesla bezieht eine neue Fabrik
Tesla hat eine Heimstatt für seine Elektroautos gefunden: Das US-Unternehmen hat die seit kurzem leerstehende New United Motor Manufacturing Inc.(öffnet im neuen Fenster), kurz Nummi, gekauft und will dort künftig seinen Personenwagen Model S bauen.
20.000 Autos im Jahr
Die Produktionsstätte in Fremont im Norden des US-Bundesstaates Kalifornien war ein Joint Venture von General Motors (GM) und Toyota. In der 1984 eröffneten Nummi bauten die beiden Hersteller lange Jahre Autos, bis GM im Juni 2009 auszog. Der letzte Toyota rollte im April 2010 vom Band. In der Anlage können 500.000 Autos pro Jahr produziert werden. Diese Kapazität wird Tesla jedoch nicht ausschöpfen: Nach Aussagen von Unternehmenschef Elon Musk strebt Tesla eine Produktion von 20.000 Autos im Jahr an.

Damit ist die Unsicherheit um die neue Produktionsstätte von Tesla beendet. Ursprünglich hatten die Kalifornier den Bau eines neuen Firmensitzes inklusive Fabrik für das Model S geplant, mussten die Pläne aber wegen finanzieller Schwierigkeiten aufgeben. Stattdessen wurde beschlossen, ein vorhandenes Industriegebäude zu sanieren, da das US-Energieministerium solche Projekte bei der Vergabe von Krediten bevorzugt. Im Januar 2010 erhielt Tesla einen zinsgünstigen Kredit von der US-Regierung in Höhe von 465 Millionen US-Dollar.
Kooperation mit Toyota
Ab 2012 soll das Model S in Nummi vom Band laufen. Außerdem will Tesla dort gemeinsam mit dem japanischen Autohersteller Elektroautos entwickeln. Tesla soll dabei den Antriebsstrang für die Autos von Toyota liefern. Tesla baut nicht nur selbst Autos, sondern liefert auch Komponenten an andere Hersteller. Daimler etwa bezieht den Lithium-Ionen-Akku für den Elektro-Smart von Tesla.
Die beiden Unternehmen haben außerdem angekündigt, dass Toyota auch einen Anteil an Tesla Motors erwerben wird: Die Japaner haben zugesagt, nach dem geplanten Tesla-Börsengang Stammaktien im Wert von 50 Millionen US-Dollar zu kaufen.
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