Online-Flugbuchungen: Zahlungen müssen gebührenfrei sein
In seinem Urteil gab das BHG der Klage der Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) statt, wonach die Fluggesellschaft Ryanair nur dann eine Gebühr für eine Kreditkartenabbuchung bei einer Onlinebuchung verlangen dürfe, wenn alternativ eine kostenlose Zahlungsmöglichkeit besteht.
Damit urteilte das BHG gegen Ryanair, das bei Zahlungen mit Kreditkarte bislang eine Gebühr von vier Euro pro Buchung und Fluggast kassierte. Alternativ konnte ein Flugticket online per Zahlkarte erworben werden, ebenfalls gegen eine Gebühr von 1,50 Euro. Lediglich die Zahlung per Visa-Electron-Karte war kostenlos. Diese Prepaid-Kreditkarte ist allerdings wenig verbreitet und kostet selbst einen Jahresbeitrag von 40 bis 100 Euro.
Die Zahlung müsse "auf einem gängigen und mit zumutbarem Aufwand zugänglichen Weg zu entrichten sein", so das Urteil des BHG. Die gegenwärtige Zahlungsregelung der Fluggesellschaft benachteilige die betroffenen Kunden auf unangemessene Weise. Kunden müssten ihrer gesetzlichen Zahlungspflicht nachkommen können, auch ohne dass die Gegenseite ein gesondertes Entgelt verlangt.
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