Digitale Dividende: 4,4 Milliarden Euro für Mobilfunkfrequenzen

Insgesamt wurden 41 Frequenzblöcke versteigert(öffnet im neuen Fenster) , wobei alle vier zugelassenen Anbieter zum Zuge kamen: Telekom, Vodafone, E-Plus und O2. Sie boten zusammen 4,4 Milliarden Euro für die Nutzung der Frequenzen.
Vodafone ersteigerte zwölf Frequenzblöcke für 1,4225 Milliarden Euro, O2 erhält elf Blöcke für 1,3786 Milliarden Euro. Weitere zehn Blöcke gehen für 1,2999 Milliarden Euro an die Telekom. Deutlich günstiger davon kommt E-Plus, das nur acht Blöcke für 283,645 Millionen Euro ersteigerte. Darunter ist aber keiner im Bereich um 800 MHz, der als besonders reichweitenstark gilt und daher zu höheren Preisen versteigert wurde.
So kündigte auch die Telekom per Twitter(öffnet im neuen Fenster) an, sie wolle ihre Blöcke von insgesamt 20 MHz, die im Bereich von 790 bis 862 liegen, vor allem nutzen, um ländliche Regionen mit schnellen Internetzugängen zu versorgen.
Auch Vodafone konnte sich zwei Blöcke von zusammen 10 MHz in dem Bereich sichern, der durch die Abschaltung des analogen terrestrischen Fernsehens frei geworden war. Das Unternehmen verspricht in einer Pressemitteilung: "Internet für alle wird jetzt Realität."
Das ist aber nicht nur ein Versprechen, sondern auch eine Verpflichtung: Die Frequenzen der sogenannten "digitalen Dividende" konnten nur Unternehmen ersteigern, die bis Ende 2010 auch Dienste für ländliche Gebiete damit anbieten. Konkrete Ankündigungen zu den benötigten Geräten und den Preisen gibt es aber noch nicht. [von Jens Ihlenfeld und Nico Ernst]



