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Facebook: Freunde finden mit ungeschützten Passwörtern

Wer Facebook die eigenen Skype- und E-Mail-Accounts nach potenziellen Freunden durchsuchen lässt, geht laut dem ARD-Magazin Monitor ein hohes Risiko ein. Die überantworteten Passwörter werden von Facebook teils unverschlüsselt übertragen.
/ Christian Klaß
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Mit der Funktion "Freunde suchen" kann Facebook angewiesen werden, in E-Mail-Postfächern oder Skype-Kontakten nach anderen Facebook-Nutzern zu suchen. Damit sollen sich Menschen schneller über das soziale Netzwerk finden – müssen dafür aber Facebook ihre Nutzerkennungen und die dazugehörigen Passwörter anvertrauen.

In den Facebook-Datenschutzrichtlinien heißt es laut Monitor eigentlich: "Wenn Du vertrauliche Daten, wie zum Beispiel Kreditkartennummern und Passwörter, eingibst, werden diese Informationen mithilfe der SSL-Technologie (Secure Socket Layer) von uns verschlüsselt."

Informatiker vom Institut für Internet-Sicherheit der Fachhochschule Gelsenkirchen(öffnet im neuen Fenster) haben aber festgestellt, dass Facebook diese Zugangsdaten zu Skype, Instant-Messenger- oder E-Mail-Diensten unverschlüsselt überträgt. "Damit sind kriminelle Organisationen in der Lage, mein Password mitzulesen und sich Zugang zu meinem E-Mail-Account zu verschaffen", sagt Norbert Pohlmann von dem Institut.

Die Monitor-Redaktion(öffnet im neuen Fenster) und die Informatiker wollen das am heutigen 20. Mai 2010 um 22 Uhr im Ersten Deutschen Fernsehen (ARD) zeigen.


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