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US-Regierung: Obamas Internetberater wegen enger Google-Kontakte gerügt

Der Internetberater von US-Präsident Barack Obama ist wegen seiner sehr engen Kontakte zu Google offiziell gerügt worden. Andrew McLaughlin war Cheflobbyist bei Google gewesen und 2009 in die Regierung gewechselt.
/ Achim Sawall
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Andrew McLaughlin
Andrew McLaughlin

Barack Obamas Internet-Chefberater Andrew McLaughlin ist wegen seiner nach wie vor sehr engen Kontakte zum Internetkonzern Google offiziell gerügt worden. Das berichtet die Washington Post(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf Regierungssprecher Rick Weiss vom Office of Science and Technology Policy (OSTP). McLaughlin war Cheflobbyist bei Google gewesen und 2009 ins oberste Beratungsgremium des US-Präsidenten für Wissenschaft und Technik gewechselt. Dort ist er für das Thema Internet zuständig.

McLaughlin habe mit "seinem früheren Arbeitgeber E-Mails zu Themen seiner dienstlichen Aufgaben ausgetauscht" , sagte Weiss. Dies sei laut den ethischen Festlegungen des Präsidenten weitgehend untersagt. Die E-Mail-Korrespondenz habe aber keinen Einfluss auf die US-Politik gehabt, so Weiss. Gegenstand der Rüge war die Korrespondenz zwischen McLaughlin und Alan Davidson, der Google-Cheflobbyist für den amerikanischen Kontinent ist. Dabei ging es um Absprachen zu einem Treffen eines Google-Vertreters mit Managern der Filmindustrie von Sony Pictures Entertainment, Viacom und Warner Bros. Entertainment zum Thema "Bekämpfung der Filmpiraterie" .

Das Weiße Haus veröffentlichte die E-Mails auf Anfrage der Organisation Consumer Watchdog. Deren Konsumentenanwalt John Simpson sagte, McLaughlin habe "zu viele einflussreiche Verbindungen. Es ist offensichtlich, dass er diese nicht vollständig aufgegeben hat" .

Ende März 2010 war das Buzz-Profil McLaughlins wegen einer Datenschutzpanne im Internet zugänglich gewesen, worüber Golem.de berichtete . Dadurch war bekanntgeworden, mit wem McLaughlin am häufigsten über sein Google-Mail-Konto korrespondiert hatte.


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