• IT-Karriere:
  • Services:

Twitter und Facebook

Thailand und Pakistan sperren soziale Netze

Die thailändischen Behörden haben den Zugang zu Twitter und Facebook offenbar zumindest zeitweise gesperrt. Nutzer berichteten, sie seien auf eine Seite mit einem Sperrhinweis weitergeleitet worden. In Pakistan hat ein Gericht verfügt, Facebook zu sperren, weil sich das soziale Netz an einem Mohammed-Karikaturen-Wettbewerb beteiligt.

Artikel veröffentlicht am ,
Twitter und Facebook: Thailand und Pakistan sperren soziale Netze

Im Zuge der Unruhen in Thailand haben die Behörden des Landes den Microblogging-Dienst Twitter und das soziale Netz Facebook gesperrt, berichtet I-Report, das Bürgerjournalismusangebot des US-Fernsehsenders CNN. Demnach sind die beiden Dienste gegen 21:15 Uhr gestern Abend (Ortszeit) gesperrt worden.

Zeitweise gesperrt

Stellenmarkt
  1. Stadt Bochum, Bochum
  2. ANDRITZ Fiedler GmbH, Regensburg

Die Situation scheint jedoch unklar zu sein. Zwar bestätigten die Bürgerjournalisten von Demotix die Sperre des Microblogging-Dienstes, schrieben aber eine Stunde später, Twitter sei wieder erreichbar.

Ein Nutzer im Forum ThailandQA.com schrieb am gestrigen Abend gegen 22 Uhr (Ortszeit), er sei auf eine Seite weitergeleitet worden, auf der auf Thai zu lesen war, dass der Dienst aufgrund des Notstands gesperrt sei. Das sei beim Aufrufen von Twitter und auch Facebook passiert.

Einzelne Provider sperren

Andere Nutzer in dem Forum berichteten schon am Sonntag, dass sie Probleme hatten, Twitter aufzurufen. Ein Mitglied schrieb, dass die Seiten von ausländischen Medien und von Youtube sehr langsam seien. Allerdings schien das von Provider zu Provider unterschiedlich zu sein.

Die Nutzer im Land hatten Dienste wie Twitter, Facebook und Youtube dazu genutzt, Informationen über die Unruhen und das Vorgehen der Regierung gegen die Demonstranten zu verbreiten. In anderen Ländern waren in den vergangenen Jahren häufig Bilder und Berichte über Demonstrationen und ein rigoroses Vorgehen von Sicherheitskräften bekanntgeworden, zum Beispiel nach den Wahlen im Iran im vergangenen Sommer. Die Behörden reagierten oft damit, die entsprechenden Angebote zu sperren. So geschah es Anfang 2008 in China, als nach den Unruhen in Tibet der Zugang zum Videoportal Youtube gesperrt wurde.

Besonders drastisch war das Vorgehen der Militärregierung in Myanmar 2007: Um zu verhindern, dass weitere Bilder, Videos und Berichte über die Niederschlagung der Demonstrationen im Internet veröffentlicht wurden, nahmen sie das Land ganz vom Netz.

Kein Facebook wegen Mohammed-Karikaturen-Wettbewerb

Facebook wird derzeit auch in Pakistan gesperrt: Die dortige Telekommunikationsbehörde, die Pakistan Telecommunication Authority (PTA), hat alle Provider des Landes angewiesen, den Zugang zu dem sozialen Netz zu unterbinden. Grund ist, dass sich Facebook an einer Onlinedemonstration gegen Islamisten, den Everybody Draw Mohammed Day, beteiligt, der am heutigen 20. Mai stattfindet. Die Organisatoren haben Nutzer aufgerufen, aus Protest gegen Islamisten, die die Rede- und Meinungsfreiheit bedrohen, Karikaturen des Propheten Mohammed zu zeichnen.

Eine Gruppe religiös motivierter Anwälte, das Islamic Lawyers Movement, hatte deswegen ein Gericht angerufen und die Sperrung von Facebook verlangt, berichtet die pakistanische Tageszeitung Daily Times. Sie begründeten das damit, dass der Wettbewerb eine Verunglimpfung der Staatsreligion Islam sei, damit sei er in Pakistan verboten. Das Gericht gab den Anwälten recht und wies die PTA an, Facebook zu sperren.

Karikaturen des Propheten waren möglicherweise auch schon vor zwei Jahren der Grund für eine Blockade in Pakistan: 2008 ließen die Behörden das Videoportal Youtube sperren, weil dort Inhalte und Filme, die den Islam beleidigten, abrufbar seien. Die Aktion hatte für Youtube weitreichende Folgen: Aufgrund eines Versehens war das Videoportal am 24. Februar 2008 für kurze Zeit nicht nur in Pakistan, sondern auf der ganzen Welt nicht erreichbar.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 555,55€ (zzgl. Versandkosten)
  2. täglich neue Deals bei Alternate.de

nepumuk 20. Mai 2010

Ich hätte fast den ersten internationalen "Wir zeichnen Mohammed" Tag verpasst. Dabei ist...

ichichich 20. Mai 2010

Das Bombenbild ist so was wie der Running-Gag der Mohammed-Karrikaturen. Im Gegensatz zu...

FalseProphet 20. Mai 2010

Ist wieder erreichbar.

sldkfjslödfjk 20. Mai 2010

sdf

Prophet Porky 20. Mai 2010

Wenn mein Hund Mohammed Durchfall hat und die Wohnung vollkackt, wird dann auch die...


Folgen Sie uns
       


SSD-Kompendium

Sie werden alle SSDs genannt und doch gibt es gravierende Unterschiede. Golem.de-Hardware-Redakteur Marc Sauter stellt die unterschiedlichen Formfaktoren vor, spricht über Protokolle, die Geschwindigkeit und den Preis.

SSD-Kompendium Video aufrufen
Razer Blade Stealth 13 im Test: Sieg auf ganzer Linie
Razer Blade Stealth 13 im Test
Sieg auf ganzer Linie

Gute Spieleleistung, gute Akkulaufzeit, helles Display und eine exzellente Tastatur: Mit dem Razer Blade Stealth 13 machen Käufer eigentlich kaum einen Fehler - es sei denn, sie kaufen die 4K-Version.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Naga Left-Handed Edition Razer will seine Linkshändermaus wieder anbieten
  2. Junglecat Razer-Controller macht das Smartphone zur Switch
  3. Tartarus Pro Razers Tastenpad hat zwei einstellbare Schaltpunkte

Energiewende: Grüner Wasserstoff aus der Zinnschmelze
Energiewende
Grüner Wasserstoff aus der Zinnschmelze

Wasserstoff ist wichtig für die Energiewende. Er kann als Treibstoff für Brennstoffzellenautos genutzt werden und gilt als sauber. Seine Herstellung ist es aber bislang nicht. Karlsruher Forscher haben nun ein Verfahren entwickelt, bei dem kein schädliches Kohlendioxid entsteht.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Brennstoffzelle Deutschland bekommt mehr Wasserstofftankstellen
  2. Energiewende Hamburg will große Wasserstoff-Elektrolyseanlage bauen

Mikrocontroller: Sensordaten mit Micro Python und ESP8266 auslesen
Mikrocontroller
Sensordaten mit Micro Python und ESP8266 auslesen

Python gilt als relativ einfach und ist die Sprache der Wahl in der Data Science und beim maschinellen Lernen. Aber die Sprache kann auch anders. Mithilfe von Micro Python können zum Beispiel Sensordaten ausgelesen werden. Ein kleines Elektronikprojekt ganz ohne Löten.
Eine Anleitung von Dirk Koller

  1. Programmiersprache Python verkürzt Release-Zyklus auf ein Jahr
  2. Programmiersprache Anfang 2020 ist endgültig Schluss für Python 2
  3. Micropython Das Pyboard D ist ein Steckbausatz für IoT-Bastler

    •  /