Symantec: Verisigns SSL-Geschäft für 1,28 Milliarden Dollar gekauft

Symantec kauft große Teile von Verisign für 1,28 Milliarden US-Dollar. Übernommen werden Verisigns Authentifizierungsdienste und das Geschäft mit SSL-Zertifikaten. Golem.de hatte bereits über den bevorstehenden Vertragsschluss berichtet .
Verisign bietet in den verkauften Geschäftsbereichen Identitäts- und Authentifizierungsprodukte wie Public-Key-Infrastruktur, Managed PKI Service, Fraud Detection Services, digitale IDs für Einzelpersonen und Secure-Sockets-Layer-Zertifizierung. Auch ein Mehrheitsanteil an Verisign Japan geht an Symantec.
Symantec, der weltgrößte Hersteller von Sicherheitssoftware, will die Übernahme Ende September 2010 abschließen. Der Gewinn von Symantec im laufenden Finanzjahr wird durch den Kauf mit 9 Cent pro Aktie belastet.
"Ich war immer der Ansicht, dass Identity-Services ein Schlüsselbereich ist, den wir besetzen müssen" , sagte Symantec-Chef Enrique Salem. Der Verisign-Geschäftsbereich habe einen Jahresumsatz von 410,2 Millionen US-Dollar und generiere "gute Gewinne und einen guten Cashflow" , ergänzte Salem. "Ich denke, das war ein fairer Preis im Sinne der Aktionäre von Verisign und Symantec" . Ende April 2010 hatte Symantec bereits die Übernahme der PGP Corporation und von GuardianEdge Technologies für zusammen 370 Millionen US-Dollar vereinbart.
Verisign hat seit November 2007 circa zwölf Geschäftsbereiche verkauft, die nicht zum Kerngeschäft gerechnet werden. Mit dem jüngsten Verkauf an Symantec ist Verisign noch Betreiber der TLDs .com- und .net und der DNS Root Nameserver A und J. Analysten halten es für möglich, dass auch dieser Geschäftsbereich verkauft und die Firma aufgelöst wird.



