Associated Content: Yahoo zahlt 100 Millionen US-Dollar für Artikelplattform
Yahoo hat die Übernahme der Plattform Associated Content angekündigt. Über den Preis wurde zwischen den Parteien Stillschweigen vereinbart. Wie das Fachmagazin Advertising Age(öffnet im neuen Fenster) erfahren hat, soll der Kaufpreis bei circa 100 Millionen US-Dollar liegen.
Associated Content ging im Januar 2005 als "Das Volksmedienunternehmen" an den Start und bietet Autoren eine Plattform für das Publizieren ihrer Arbeiten. Bezahlt wird meist nur nach der Anzahl der Abrufe der Artikel, die typischerweise zeitlose Überschriften haben wie "Anleitung zur Reduzierung von Stress im täglichen Leben", "Fünf möglicherweise bevorstehende Hollywood-Comebacks" oder "Maßnahmen gegen Nackenverspannungen in der Schwangerschaft". Der Content ist einfach durchsuchbar und wird an verschiedene Partnernetzwerke, darunter auch professionelle Medienunternehmen, ausgeliefert. Das Team von Associated Content prüft die eingereichten Arbeiten und lehnt nach eigenem Bekunden Werbetexte und Plagiate ab. Veröffentlicht werden nur Werke von US-Bürgern.
Firmenmitbegründer Luke Beatty sagte nach der Übernahme durch Yahoo, dass Associated Content in fünf Jahren von über 380.000 Menschen 2 Millionen Artikel, Videos, Slideshows und Audiobeiträge erhalten habe, die 1,75 Milliarden Pageviews generierten. "Mit Yahoo im Rücken werden wir diese Zahlen übertreffen", sagte er. Laut Angaben der Reichweitenmessungen von Comscore verzeichnet Associated Content derzeit 16 Millionen Unique Users im Monat.
Zu den Geldgebern von Associated Content gehören der gegenwärtige AOL-Chef Tim Armstrong sowie die Risikokapitalgeber Canaan Partners und Softbank Capital, die der Plattform 21 Millionen US-Dollar zur Verfügung gestellt haben.



