Prozessoren: AMD hat erste Muster der Fusion-APUs
Ende 2009 hatte AMD eine klare Roadmap für die Vereinigung von CPU und GPU vorgelegt, die der Chiphersteller als "Fusion" bezeichnet. Demnach sollten die ersten Prozessoren der Architekturen Bobcat und Bulldozer in der ersten Hälfte des Jahres 2011 erscheinen, ein Codename für ein konkretes Produkt lautet dabei "Llano". Dieser Notebookprozessor, den AMD auch "accelerated processing unit" (APU) nennt, soll einen Grafikkern nach DirectX-11 besitzen und, wie die in der letzten Woche vorgestellten neuen Mobil-CPUs von AMD, DDR3 unterstützen sowie mit bis zu vier Kernen aufwarten.
Nachrichten oder Gerüchte aus der Entwicklung dieser Chips gab es bisher nicht. Weder wurde der Start der Fertigung der ersten Prototypen, das "tape out", gemeldet, noch gab es Angaben über Takte, Steppings und dergleichen. Von AMDs ehemaliger Sparte für Chipfertigung, Globalfoundries, war immerhin kürzlich zu hören, die ersten APUs würden bereits im 32-Nanometer-Prozess hergestellt. Gleichzeitig gab es Gerüchte, auch TSMC würde einen Teil dieser Chips herstellen.
Ein Sprecher von AMD gab nun gegenüber Bit-Tech(öffnet im neuen Fenster) an, dass sein Unternehmen die ersten Muster aus der Fertigung bereits zurückerhalten hat. In diesem Stadium der Entwicklung werden Halbleiter auf Funktion geprüft, die Grenzen für Takte und Spannung ausgelotet und eventuell neue Steppings geplant. Üblicherweise vergehen dann sechs bis zwölf Monate, bis die Serienfertigung aufgenommen wird.
Bob Grim von AMD zeigte sich jedoch zuversichtlich: "Das Silizium sieht gut aus". Eventuell könne man, wie CEO Dirk Meyer kürzlich vor Analysten sagte, auch schon Ende 2010 die APUs an einige PC-Hersteller liefern. Auf einen Marktstart noch im laufenden Jahr wollte sich Grim aber nicht festlegen.
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