Konsolenmarkt: EA fordert Preissenkungen für Xbox 360, PS3 und Wii
Gut neun Monate nach der letzten großen Preissenkung für eine Konsole eröffnet Electronic Arts eine neue Runde mit Aufforderungen an Microsoft, Sony und Nintendo, ihre Hardware günstiger anzubieten. Jens Uwe Intat, Senior Vice President bei der europäischen Niederlassung von Electronic Arts, nennt im Gespräch mit Reuters(öffnet im neuen Fenster) die 100-Euro-Grenze, weil sie ganz neue Käuferschichten erschließen würde. Das sei insbesondere für das umsatzstarke Jahresendgeschäft wichtig. "Sie haben mit ihrer Preispolitik einen langen Weg vor sich" , sagte Intat über die Konsolenhersteller. Insbesondere nennt er Nintendo: Es sei nicht klar, welche Pläne das Unternehmen mit der Wii habe. Intat verweist auf die Playstation 2, deren installierte Basis sich verdoppelt habe, nachdem Sony den Preis unter 100 Euro gesenkt habe.
Intat begründet seine Forderung unter anderem mit der derzeitigen Verfassung des Spielemarktes. 2009 sei allgemein mit Wachstum gerechnet worden, herausgekommen sei aber ein Umsatzrückgang um zehn Prozent. 2010 sei in den USA und in Europa mit einem weiter schrumpfenden Markt zu rechnen.
Niedrigere Preise für Konsolen und dadurch eine größere installierte Basis bedeuten für Publisher wie EA, dass die Anzahl potenzieller Kunden wächst. Bei den Konsolenherstellern ist das Thema hingegen unbeliebt: Sie möchten auch an ihrer Konsole möglichst viel verdienen – oder mit den teuer zu produzierenden Geräten zumindest nicht allzu große Verluste schreiben .