Übernahme: Symantec bietet 1,3 Milliarden Dollar für Verisign-Sparten
Symantec soll 1,3 Milliarden US-Dollar für große Teile von Verisign bieten. Das erfuhr das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) aus Verhandlungskreisen. Auch die Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) berichtet über die bevorstehende Übernahme. Kaufen will der Hersteller von Sicherheitssoftware Verisigns Authentifizierungsdienste und das Geschäft mit SSL-Zertifikaten. Der Bereich Authentifizierung verzeichnete 2009 einen Umsatz von 410 Millionen US-Dollar. Verisign hat einen Kommentar zu den Berichten abgelehnt.
Verisign bietet in dem Geschäftsbereich Identitäts- und Authentifizierungsprodukte wie Public-Key-Infrastruktur, Managed PKI Service, True Credentials für Adobe Acrobat für Behördenauthentifizierung und Fraud Detection Services. Authentifizierung für Einzelpersonen wird mit digitalen IDs und My Credential für Adobe Acrobat geboten.
Reuters berichtet, Symantec wolle auch das SSL-Geschäft von Verisign erwerben. Verisign ist eine der führenden Secure-Sockets-Layer-Zertifizierungsstellen, die gesichertes Onlineshopping, Kommunikation und Interaktionen für Websites, Intranets und Extranets ermöglicht.
Falls Verisign die Konzernbereiche an Symantec verkauft, blieben im Kerngeschäft im Wesentlichen nur noch die Domain Name Services übrig. Der US-Konzern ist Betreiber der Domain Name Registry für alle .com- und .net-Domainnamen.
Reuters berichtet zudem, dass Verisign-Finanzchef Brian Robins unerwartet einen Auftritt auf einer Investmentkonferenz von JPMorgan abgesagt hat. Dies wurde mit kurzfristigen Änderungen in der Planung begründet.
Ende April 2010 hatte sich Symantec mit der PGP Corporation auf eine Übernahme geeinigt. Zugleich kaufte Symantec Guardianedge Technologies. Die Verschlüsselungstechnik von PGP und Guardianedge soll zusammengeführt und mit Symantecs Produkten verzahnt werden.
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