Vodafone Deutschland: Krise und günstigeres Roaming belasten das Ergebnis
Vodafone Deutschland erzielte im Geschäftsjahr 2009/10 einen EBITDA-Rückgang um 8,9 Prozent auf 3,275 Milliarden Euro. Der Umsatz fiel um 3,9 Prozent auf 9,041 Milliarden Euro. Im vierten Quartal sank der Umsatz um 1,5 Prozent auf 2,242 Milliarden Euro. Das Unternehmen beklagte ein schwieriges Wirtschafts- und Wettbewerbsumfeld. Landeschef Fritz Joussen: "Unser Kurs heißt nachhaltiges Wachstum, Kostendisziplin und noch mehr Effizienz."
Der Serviceumsatz in allen Sparten schrumpfte im vierten Quartal um 1,6 Prozent auf 2,165 Milliarden Euro. Im gesamten Geschäftsjahr betrug der Rückgang 3,5 Prozent auf 8,719 Milliarden Euro. "Verantwortlich dafür waren vor allem regulatorische Effekte sowie die volkswirtschaftliche Lage, die zu einem veränderten Reiseverhalten der Kunden und weniger Roamingumsatz geführt hatte" , hieß es weiter.
Die mobilen Datendienste verbuchten im vierten Quartal jedoch ein Umsatzplus von 26,7 Prozent. Im Gesamtjahr betrug das Umsatzwachstum 19,7 Prozent auf 1,149 Milliarden Euro.
Der Serviceumsatz der DSL- und Festnetzsparte lag im vierten Quartal 0,7 Prozent unter dem Vorjahreswert, konnte im Gesamtjahr aber um 1,3 Prozent auf 2,145 Milliarden Euro zulegen. Die Zahl der DSL-Kunden erhöhte sich im Geschäftsjahr 2009/2010 um insgesamt 430.000, einschließlich des Bereichs Wholesale wuchs die Zahl um 630.000. Insgesamt nutzen über 3,8 Millionen Kunden das Vodafone-DSL-Angebot.
Der britische Mutterkonzern verbuchte in dem Geschäftsjahr einen Nettogewinn von 8,65 Milliarden Pfund (10,1 Milliarden Euro), nach 3,08 Milliarden Pfund (3,59 Milliarden Euro) im Vorjahr, als hohe Abschreibungen das Ergebnis belasteten. Der Umsatz stieg um 8,4 Prozent auf 44,47 Milliarden Pfund (51,92 Milliarden Euro). In dem Geschäftsjahr, das im März 2010 endete, stieg das Betriebsergebnis (EBITDA) von 14,5 auf 14,7 Milliarden Pfund (17,16 Milliarden Euro). Die Analysten hatten mit 14,8 Milliarden Pfund (17,27 Milliarden Euro) etwas mehr erwartet.
Die Dividende für die Aktionäre soll in den kommenden drei Jahren um jeweils 7 Prozent steigen.
In Indien verbuchte Vodafone eine Wertminderung von 2,3 Milliarden Pfund (2,68 Milliarden Euro) wegen der dortigen Mobilfunkfrequenzauktion.
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