Abo
  • IT-Karriere:

Street View

Google belauschte offene WLANs

Entgegen früheren Beteuerungen räumte Google am Freitagabend ein, dass seine Street-View-Fahrzeuge auch Inhalte mitgeschnitten haben, die über offene WLANs am Wegesrand ausgetauscht wurden. Noch Ende April 2010 hatte Google dies in einem Blogeintrag ausgeschlossen.

Artikel veröffentlicht am ,
Street View: Google belauschte offene WLANs

Man habe großen Mist gebaut und bereue es zutiefst, nimmt Google in einem Blogeintrag Stellung. Nun gelte es, aus den eigenen Fehlern so viel wie möglich zu lernen.

Stellenmarkt
  1. Dräger Safety AG & Co. KGaA, Lübeck
  2. Interhyp Gruppe, München

Das Unternehmen hatte noch am 27. April 2010 in einem Blogeintrag beteuert, seine Street-View-Flotte zeichne keine Payload-Daten von WLANs auf, also keine über die Netzwerke gesendeten Inhalte. Lediglich SSIDs und MAC-Adressen würden mitgeschnitten, um sie später zur Ortsbestimmung heranziehen zu können.

Daten von offenen WLANs mitgeschnitten

Nachdem aber der Hamburger Datenschutzbeauftragte eine Überprüfung der aufgezeichneten Daten forderte, untersuchte Google die gesammelten Inhalte zunächst selbst und stellte dabei fest, dass entgegen den eigenen Beteuerungen doch Inhalte von offenen WLANs mitgeschnitten wurden. Diese seien allerdings nie für Google-Produkte verwendet worden.

Dass die Daten aufgezeichnet werden konnten, sei einem internen Fehler geschuldet: 2006 habe ein Google-Entwickler an einem experimentellen WLAN-Projekt gearbeitet, das alle verfügbaren Daten eines WLANs einsammelte. Als ein Jahr später die Arbeiten an Street View begannen, wurde dieser Code in die Software integriert, obwohl die Projektleiter dies nicht wollten und keine Absicht hatten, die mitgeschnittenen Inhalte zu verwenden.

Nachdem das Problem jetzt bekannt wurde, habe man sofort reagiert, gibt Google an. Die Street-View-Fahrzeuge wurden gestoppt und die entsprechenden Daten im eigenen Netzwerk abgegrenzt und abgeschottet, so dass kein Zugriff auf die mitgeschnittenen Inhalte mehr möglich ist. Im nächsten Schritt sollen die Daten so schnell wie möglich gelöscht werden, wozu Google Kontakt mit den lokalen Datenschutzbehörden aufgenommen hat.

Google verzichtet künftig ganz auf WLAN-Daten

Um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern, will Google ein unabhängiges Unternehmen mit der Prüfung der eigenen Software beauftragen. Zudem sollen intern die Prozesse überprüft werden, um sicherzustellen, dass die eigenen Kontrollmechanismen ausreichen, um mit solchen Problemen in Zukunft umzugehen.

Darüber hinaus will Google in Zukunft komplett auf die Aufzeichnung von WLAN-Daten verzichten.

Google-Suche wird verschlüsselt

Nebenbei weist Google darauf hin, welche Gefahren offene, unverschlüsselte WLANs bergen. Um die eigenen Nutzer zu schützen, habe man in diesem Jahr begonnen, Zugriffe auf Google Mail nur noch verschlüsselt zuzulassen. Ab der kommenden Woche soll zudem eine verschlüsselte Version der Google-Suche angeboten werden.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. beide Spiele zu Ryzen 9 3000 oder 7 3800X Series, eines davon zu Ryzen 7 3700X/5 3600X/7...
  2. 64,90€ (Bestpreis!)
  3. 229€ (Bestpreis!)

S-p-i-r-i-t 17. Mai 2010

----------------------------------------------------------------- Kein Problem... In...

oppss 17. Mai 2010

leute es spielt keine rolle, dass es bei einigen von euch nicht funktioniert, es reicht...

Verwirrt 17. Mai 2010

Na wo bleiben denn jetzt deine unwiderlegbaren Argumente oder weinst du schon an Mamas...

Blork 17. Mai 2010

Die immer fragten: Wann hat Google jemals etwas gegen den Datenschutz gemacht? Ich bin...

Herb 17. Mai 2010

Mann Mann, ihr Naivlinge! Was wollen die? Mitschneiden? Ist doch Blödsinn! Das war...


Folgen Sie uns
       


iPhone 11 - Test

Das iPhone 11 ist das günstigste der drei neuen iPhone-Modelle - kostet aber immer noch mindestens 850 Euro. Dafür müssen Nutzer kaum Kompromisse bei der Kamera machen - das Display finden wir aber wie beim iPhone Xr antiquiert.

iPhone 11 - Test Video aufrufen
Akku-FAQ: Vergesst den Memory-Effekt - vorerst!
Akku-FAQ
Vergesst den Memory-Effekt - vorerst!

Soll man Akkus ganz entladen oder nie unter 20 Prozent fallen lassen - oder garantiert ein ganz anderes Verhalten eine möglichst lange Lebensdauer? Und was ist mit dem Memory-Effekt? Wir geben Antworten.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Müll Pfand auf Fahrrad-Akkus gefordert
  2. Akku-FAQ Wo bleiben billige E-Autos?
  3. Echion Technologies Neuer Akku soll sich in sechs Minuten laden lassen

Gemini Man: Überflüssiges Klonexperiment
Gemini Man
Überflüssiges Klonexperiment

Am 3. Oktober kommt mit Gemini Man ein ambitioniertes Projekt in die deutschen Kinos: Mit HFR-Projektion in 60 Bildern pro Sekunde und Will Smith, der gegen sein digital verjüngtes Ebenbild kämpft, betreibt der Actionfilm technisch viel Aufwand. Das Seherlebnis ist jedoch bestenfalls komisch.
Von Daniel Pook

  1. Filmkritik Apollo 11 Echte Mondlandung als packende Kinozeitreise

IT-Sicherheit: Auch kleine Netze brauchen eine Firewall
IT-Sicherheit
Auch kleine Netze brauchen eine Firewall

Unternehmen mit kleinem Geldbeutel verzichten häufig auf eine Firewall. Das sollten sie aber nicht tun, wenn ihnen die Sicherheit ihres Netzwerks wichtig ist.
Von Götz Güttich

  1. Anzeige Wo Daten wirklich sicher liegen
  2. Erasure Coding Das Ende von Raid kommt durch Mathematik
  3. Endpoint Security IT-Sicherheit ist ein Cocktail mit vielen Zutaten

    •  /