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Adobe

"Wir lieben Apple"

Im Streit mit Apple melden sich nun auch die Adobe-Gründer John Warnock und Chuck Geschke zu Wort, worauf Adobe in Anzeigen unter dem Motto "Wir lieben Apple" hinweist. In einer FAQ nimmt sich Adobe zudem den von Steve Jobs geäußerten Vorwürfen an.

Nutzer sollten in der Lage sein, auf ihre Lieblingsinhalte frei zuzugreifen, unabhängig davon, welchen Computer sie haben, welchen Browser sie mögen oder welches Gerät ihren Bedürfnissen am nächsten kommt, schreiben die beiden Adobe-Gründer John Warnock und Chuck Geschke in einem offenen Brief: "Kein Unternehmen - ganz gleich wie groß oder kreativ - sollte diktieren, was ihr kreieren könnt, wie ihr es kreiert oder was im Web erlebt werden kann."

Offene Märkte erlauben es jedem, Innovationen voranzutreiben und neue Kunden zu finden. In einem solchen Markt würden sich letztendlich die besten Produkte durchsetzen und daher sei die beste Strategie, um in solchen Märkten zu bestehen, die beste Technik zu entwickeln und Innovationen schneller voranzutreiben als die Konkurrenz, heißt es in dem Brief im Hinblick auf Apples geschlossene Systeme.

Video: Adobe präsentiert Flash 10.1 und Air auf dem Mobile World Congress 2010 [6:11]

Adobe habe dies aus Technologien wie Postscript und PDF gelernt, deren Spezifikation offenliegen. Die Spezifikation von Flash liege vor, so dass jeder einen eigenen Flash-Player bauen könne. Letztendlich gehe es um die Frage: "Wer kontrolliert das World Wide Web". Geht es nach Warnock und Geschke, lautet die Antwort "Niemand und jeder, aber ganz sicher nicht ein einzelnes Unternehmen".

Neben dem Brief seiner Gründer veröffentlichte Adobe auch eine FAQ, um die von Apple-Chef Steve Jobs vorgebrachten Argumente gegen Flash zu widerlegen. Der Vorwurf, Flash eigne sich nicht für eine Touchbedienung, sei schlichtweg falsch: Flash sei ursprünglich für die Touchbedienung entwickelt worden, setze Touch-Events in Maus-Events um und bietet mit der kommenden Version 10.1 neue Möglichkeiten, um speziell auf aktuelle Multitouchgeräte ausgelegte Benutzerschnittstellen zu entwickeln.

  1. Adobe: Steve Jobs liegt falsch
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