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Meego: Mobiles Linux verwendet Btrfs-Dateisystem

Die mobile Linux-Distribution Meego, hinter der Intel und Nokia stehen, soll künftig das noch experimentelle Dateisystem Btrfs verwenden. Die durch Btrfs gewährleistete Datenintegrität bei Stromausfall sowie dessen Kompressionsmöglichkeiten sprechen für den Einsatz des Dateisystems auf mobilen Endgeräten.
/ Jörg Thoma
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Trotz seines experimentellen Status soll Btrfs(öffnet im neuen Fenster) künftig als Dateisystem unter Meego(öffnet im neuen Fenster) eingesetzt werden. Auf einer Mailingliste(öffnet im neuen Fenster) erläuterte Intel-Entwickler Arjan van de Ven die Gründe für die Entscheidung zugunsten des neuen Linux-basierten mobilen Betriebssystems. Vor allem die Robustheit bei einem Stromausfall, die durch die Sicherung der Datenintegrität gewährleistet ist, spiele eine große Rolle.

MeeGo - Moblin und Maemo wachsen zusammen
MeeGo - Moblin und Maemo wachsen zusammen (03:28)

Darüber hinaus bringe Btrfs Datenkompression, eine hohe Leistung bei der Verwendung kleinerer Dateien und eine eingebaute Defragmentierung mit. Außerdem biete das Dateisystem auch die Möglichkeit, Schnappschüsse zu erstellen, was ebenfalls zur Datensicherheit vor allem bei mobilen Geräten eine wesentliche Rolle spiele.

Van de Ven rechtfertigte auch den Einsatz des noch als experimentell eingestuften Dateisystems: Btrfs erweise sich gegenwärtig schon als äußerst robust. Zwar war auch der Einsatz des ausgereiften Ext4-Dateisystems im Gespräch, langfristig wollten die Entwickler jedoch Btrfs einsetzen. Das Meego-Team erspare sich mit dem sofortigen Einsatz von Btrfs einen aufwendigen Zwischenschritt.

Meego ist aus den beiden Projekten Maemo von Nokia und Moblin von Intel entstanden. Dabei setzt Meego als Kern auf Moblin und nutzt die Qt-Oberfläche von Maemo. Meego wird Multitasking unterstützen und verspricht eine hohe Geschwindigkeit, auch beim Abspielen von Multimediainhalten. Auch die mobile Internetnutzung soll damit vereinfacht werden. Da Meego auf einer Reihe verschiedener Geräte läuft, kann der Nutzer auf unterschiedlichen Geräten mit Meego arbeiten.

Meego soll im Laufe des zweiten Quartals 2010 unter einer Open-Source-Lizenz erscheinen. Entwickler von Moblin und Maemo sind eingeladen, sich nun an Meego zu beteiligen. Noch für 2010 sind erste Geräte auf Basis von Meego geplant.


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