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Haiku im Test: BeOS-Nachbau in Version R1/Alpha 2 erschienen

Antiker Compiler

Seit Anfang 2008 können unter Haiku mit Hilfe einer entsprechenden Portierung des Compilers GCC Anwendungen für Haiku in dem Betriebssystem selbst entwickelt werden. Die dafür verwendete GCC-Version 2.95 ist allerdings bereits fast zehn Jahre alt. Der Grund für dessen Verwendung ist die Kompatibilität zu älteren Anwendungen, die teilweise noch aus BeOS übernommen wurden.

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Erst kürzlich wurde der GCC-Compiler in Version 4 auf Haiku portiert, so dass theoretisch auch mit diesem moderneren Werkzeug Anwendungen unter Haiku kompiliert werden können. Das Haiku-Team hat bereits einige Entwicklerwerkzeuge und CVS, SVN, Git sowie Hg für die Versionskontrolle von Code bereitgestellt. Dennoch raten die Entwickler gegenwärtig vom Einsatz der neueren Compiler-Version ab, eine Garantie für die Bereitstellung entsprechender APIs in zukünftigen Versionen gibt es nicht. Hier müsste das Haiku-Team Klarheit schaffen, damit die Entwicklung nicht im Versionschaos versinkt.

BeOS als Vorbild

Der Haiku-Desktop ist fast nahtlos von BeOS übernommen worden und macht noch immer einen durchdachten Eindruck. Der dezent platzierte Menüstarter samt Fensterliste oben rechts ist zwar ungewöhnlich, lässt aber viel Raum für Fenster. Per Doppelklick auf die Titelleiste verkleinert sich ein geöffnetes Fenster wie unter Mac OS X. Die Titelleiste selbst hat die Größe eines Tabs und ist in den von BeOS bekannten Farben Gelb und Grau gehalten.

Haiku liefert bei der Installation viele Programme mit, etwa einen E-Mail-Client und den um Webkit erweiterten Browser Webpositive. Die integrierte Bash-Shell wurde auf Version 4 aktualisiert. Einzig ein Büroprogramm fehlt noch in der Standardinstallation, allerdings wurde für den Vorgänger bereits das KDE-Paket KOffice portiert. Haiku bringt zahlreiche Multimedia-Anwendungen mit, etwa ein TV-Programm für DVB, einen Midiplayer, einen Soundrekorder oder einen Mediaconverter. In der Standardinstallation spielte Haiku beispielsweise MP3-Dateien klaglos ab. Ohne spezielle Treiber bietet Haiku dank des Open-Source-Projekts Mesa bereits OpenGL-Unterstützung - zumindest für OpenGL in der Version 2.

Fazit

Die Hardwareunterstützung müsste deutlich verbessert werden, zumindest gängige Hardware sollte ohne Probleme laufen können, damit sich Haiku als Desktopsystem durchsetzen kann.

Bleibt die Frage, wo sich Haiku künftig platzieren will. Die beschleunigte Entwicklung im letzten Jahr zeugt davon, dass das Projekt vom Haiku-Team nicht nur als ein Hobby betrachtet wird. Parallel dazu beteiligt sich eine aktive Fangemeinde an der Portierung zahlreicher Anwendungen. Mit Qt für Haiku könnten noch weitere Anwendungen hinzukommen, so dass Haiku auch für den täglichen Gebrauch infrage kommt. Die Anzahl der bereits verfügbaren Anwendungen für und die Stabilität von Haiku könnten das Betriebssystem zu einer auffälligen Desktopalternative werden lassen.

Haiku wird unter der MIT-Lizenz veröffentlicht und steht in einer 32-Bit-Version als ISO- und VMware-Image zum Download zur Verfügung. Die Anyboot-Variante kann wahlweise auf einen Rohling gebrannt oder als Image-Datei auf einen USB-Stick übertragen werden. Zusätzlich startet das Anyboot-Image auch direkt im Emulator Qemu.

 Haiku im Test: BeOS-Nachbau in Version R1/Alpha 2 erschienen

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Der Kaiser! 29. Mai 2010

Also schnell ist es auf jeden Fall. Aber vergleichbar? Auf Youtube wird in den...

Der Kaiser! 29. Mai 2010

Es ist eben so gewachsen. Und wenn du nicht jedes Programm umschreiben willst, musst du...

Der Kaiser! 29. Mai 2010

Klingt nach Profilen. Mir ist lieber das System wartet. Damit das bei Linux so ist muss...

Der Kaiser! 29. Mai 2010

Interessant. :P

Der Kaiser! 29. Mai 2010

Punkt für Haiku. Punkt für Ubuntu. Das bezweifel ich. Linux nimmt gerade ein bischen...



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