Telekom: Hoher Gewinn im ersten Quartal 2010
Die Deutsche Telekom hat im ersten Quartal 2010(öffnet im neuen Fenster) einen Gewinn von 767 Millionen Euro erwirtschaftet. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres stand ein Verlust von 1,12 Milliarden Euro unter der Quartalsbilanz. Im Vorjahr hatte die Telekom eine Abschreibung von 1,8 Milliarden Euro auf die britische Mobilfunktochter T-Mobile verbucht. T-Mobile UK wurde inzwischen mit Orange zusammengelegt und firmiert unter dem Namen Everything Everywhere.
Der Umsatz der Telekom ging im ersten Quartal 2010 um 0,6 Prozent von 15,9 Milliarden Euro auf 15,81 Milliarden Euro zurück. Die Analysten hatten nur einen Umsatz von 15,6 Milliarden Euro erwartet. Auch beim Gewinn lag die Prognose von 652 Millionen Euro zu niedrig. Die Schulden der Telekom sanken im Vergleich zum Jahresende 2009 um 500 Millionen Euro auf 40,4 Milliarden Euro.
"Das ist ein guter Start für uns in das Jahr 2010", sagte Konzernchef René Obermann. "Wir haben das operative Geschäft weiter stabilisiert, zum Teil deutlich verbessert, und gleichzeitig wichtige Schritte unserer neuen Strategie umgesetzt." Der Bonner Konzern hatte seine Strategie 2.0 Mitte März 2010 veröffentlicht. Danach will der Konzern seine Netze ausbauen und mehr Umsatz mit eigenen IT- und Internetdiensten machen.
Der Umsatz im deutschen Mobilfunkgeschäft stieg im ersten Quartal 2010 um 2,5 Prozent auf 2 Milliarden Euro. Die mobilen Datenumsätze verzeichneten ein Plus von 39 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. T-Mobile USA verzeichnete bei den Kundenzahlen einen Rückgang um 77.000. Der Umsatz fiel um 7,8 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro. Im deutschen Festnetz sank der Umsatz im ersten Quartal um 4,1 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro.
Obermann hatte die Prognose für das Gesamtjahr 2010 bestätigt, nach der die Beschäftigten ein EBITDA von 20 Milliarden Euro erarbeiten werden. Das Joint Venture von T-Mobile UK und Orange UK in Großbritannien ist dabei nicht eingerechnet.
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