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Quelloffenes Media-Center: MythTV 0.23 veröffentlicht

Das quelloffene Media-Center MythTV ist in Version 0.23 erschienen. Neben dem neuen Theme Arclight und Childish haben die Entwickler das Audio-Framework neu geschrieben und um das Upmixen auf Stereo 5.1 erweitert.
/ Jörg Thoma
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Die Version 0.23 des Media-Centers und Festplattenrekorders MythTV ist vom MythTV-Team freigegeben worden. In erster Linie haben die Entwickler das Audio-Framework neu geschrieben. Dabei wurde die Konfiguration wesentlich vereinfacht. Der Klang kann von normalem Stereo auf Stereo 5.1 aufgebohrt werden, das Resampling übernimmt MythTV dabei automatisch.

In Videodateien im Matroska- und OGG-Format können dank AVChapter einzelne Kapitel angesteuert werden. Mit einer Grafikkarte mit VDPAU-Unterstützung kann MythTV den HDTV-Standard ITU BT709 sowie RGB 16-235 für HDMI verwenden. Zusätzlich wurde die aktuellere Version 21657 der Codec- und Werkzeugsammlung Ffmpeg eingebaut.

Eine neue Schnittstelle für Systemereignisse wurde hinzugefügt, an die auch externe Programme andocken können, und die Python-Schnittstelle wurde erweitert. Zusätzlich zu dem neuen Theme Arclight hat das MythTV-Team auch das Plugin Mythnetvision integriert, das Videos von den Internetportalen Joost, Vimeo, MTV und Blip.tv abspielt. Youtube soll zukünftig ebenfalls unterstützt werden. Das Mythnetvision-Plugin bleibt aber in dieser Version noch in der Betaphase und soll erst mit Version 0.24 von MythTV einen stabilen Status erreichen.

An der nächsten Version 0.24 wird laut den Entwicklern bereits eifrig gearbeitet. Unter anderem soll dort ein neues On-Screen-Display (OSD) Einzug halten. Zusätzlich will das MythTV-Team nochmals an dem Audio-Framework feilen und die Unterstützung für 24- und 32-Bit-Audio sowie für acht Kanäle ausbauen. Zusätzlich soll die nächste Version auch das Abspielen von Blu-ray-Scheiben ermöglichen.

Die aktuelle Version 0.23 kann als Sourcecode von den Servern des Projekts(öffnet im neuen Fenster) heruntergeladen werden, Binärpakte für entsprechende Distributionen wie Mythbuntu dürften in wenigen Tagen folgen.


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