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Nokia: Bedrängter Marktführer baut wieder um

Das zweite Mal in weniger als zwölf Monaten baut Nokia den Konzern um. Der weltgrößte Handyhersteller ändert die Struktur des Unternehmens und feuert den Chef der Handysparte.
/ Achim Sawall
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Abgesetzt: Rick Simonson, Chef der Konzernsparte Mobile Phones
Abgesetzt: Rick Simonson, Chef der Konzernsparte Mobile Phones

Nokia hat nach einem schwachen Quartalsergebnis und angesichts stärker werdender Konkurrenz erneut einen Konzernumbau angekündigt. In der neuen Nokia-Organisation, die ab 1. Juli 2010 gilt, wird es statt der Sparte Devices and Services die Konzernbereiche Mobile Solutions, Mobile Phones und Markets geben.

Rick Simonson, bislang Chef der Konzernsparte Mobile Phones, wird seinen Posten verlieren, Nokia verlassen und bis Jahresende 2010 nur noch als Berater für das Gemeinschaftsunternehmen Nokia Siemens Networks tätig sein. Gründe für den Abgang des 51-jährigen Topmanagers wurden nicht genannt. Einige Analysten haben den Abgang des angesehenen Managers als negatives Signal bewertet.

Der Konzernbereich Mobile Solutions soll sich künftig auf Highend-Mobilcomputer und Smartphones konzentrieren. Mobile Phone ist verantwortlich für Endgeräte mit Series-40-Betriebssystem und Markets ist zuständig für Vertrieb und Marketing, Lieferketten und Beschaffung.

Nokia hat bei Smartphones zunehmend Probleme mit den erstarkenden Konkurrenten Apple und RIM. Im ersten Quartal 2010 hatte Nokia auf dem Mobiltelefonmarkt uneinholbar für die Konkurrenz die Führung inne. Nokia hatte einen Marktanteil von 36,6 Prozent, gefolgt von Samsung mit 21,8 Prozent und LG Electronics mit 9,2 Prozent. Bei Smartphones ist Nokia mit 38,8 Prozent sogar noch klarer vorne. Den zweiten Platz nimmt hier RIM mit einem Marktanteil von 19,2 Prozent ein. Auf dem dritten Platz folgt Apple mit 15,9 Prozent.

Ziel des Umbaus sei es, "schneller auf Wachstumsmöglichkeiten bei Smartphones und mobilen Computern" zu reagieren, sagte Nokia-Chef Olli-Pekka Kallasvuo. Der Konkurrenzdruck im High-End-Bereich bei mobilen Geräten sei sehr stark, hatte der Konzernchef bei Bekanntgabe der letzten Quartalsergebnisse beklagt. Nokia verfehlte Ende April 2010 beim Gewinn die Analystenprognosen.


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