Mobilfunk: Kundenschwund bei Freenet

Der Mobilfunkprovider Freenet hat im ersten Quartal 2010 in einem "unverändert harten und herausfordernden Wettbewerbsumfeld" einen Kundenrückgang verzeichnet. Die Zahl der Mobilfunkkunden fiel von 18,53 Millionen im Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 17,15 Millionen. Der durchschnittliche Umsatz pro Vertragskunde sank von 23,9 Euro auf 22,8 Euro. Auch gegenüber dem Vorquartal nahm der Kundenbestand leicht ab. Laut Freenet konzentrierte sich das Unternehmen bewusst "auf margenstarke Vertragskunden" , was zu einer Bereinigung beim Kundenbestand geführt habe.
Im Mobilfunkbereich hatte Freenet die Profitabilität jedoch verbessern können. Das um Einmaleffekte bereinigte EBITDA stieg von 71,6 Millionen Euro im Vorjahr auf 76,1 Millionen Euro. Hier zeigten sich positive Effekte der Restrukturierungsmaßnahmen im Konzern, gab das Unternehmen bekannt.
Der Umsatz betrug 806,1 Millionen Euro, nach 888 Millionen Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres, und damit um mehr als 10 Millionen Euro unter der Prognose. Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich nach einem Minus von 6,4 Millionen Euro auf 9,9 Millionen Euro. Das Konzernergebnis stieg von 0,6 Millionen Euro auf 20,8 Millionen Euro. Freenet konnte seine Schulden um über zehn Prozent auf rund 700 Millionen Euro senken. "Wir fühlen uns mit diesem jetzt erreichten Verschuldungsniveau komfortabel, um mit den Dividendenzahlungen zu beginnen" , erklärt Freenet-Chef Christoph Vilanek.
Freenet hatte im April 2008 Debitel übernommen, 2009 sein DSL-Geschäft verkauft und den Webhoster Strato im November 2009 für 275 Millionen Euro an die Deutsche Telekom abgegeben.