Elektroautos: Telefonzellen werden zu Ladestationen
Elektroautos brauchen eine gut ausgebaute Infrastruktur mit Ladestationen. Der österreichische Telekommunikationsanbieter Telekom Austria (TA) hat eine solche Infrastruktur: Er will Telefonzellen zu Ladestationen umbauen.
Kombizelle mit Ökostrom
Die erste Kombizelle hat die TA dieser Tage in Wien in Probebetrieb genommen. Dort können Fahrer die Akkus ihrer elektrisch angetriebenen Autos, Motorroller oder Fahrräder laden. Betrieben wird die Station mit erneuerbarer Energie: Den Strom liefert ein Kleinwasserkraftwerk, das auch die nahegelegene Konzernzentrale versorgt.
Der Fahrzeugbesitzer identifiziert sich bei der Station per SMS oder mit einem RFID-Chip, der in den Stecker des Fahrzeugs integriert ist. Den Chip gibt es in einem TA- oder A1-Shop zu kaufen. Ein Fahrzeug könne damit einfach nachgerüstet werden, so die TA. Während der Pilotphase ist das Stromtanken allerdings kostenlos. Später soll die Abrechnung per Mobiltelefon oder mit einer RFID-Chipkarte über den Bezahldienst Paybox erfolgen.
Telefonzelle mit Parkplatz
Prinzipiell ist es laut TA möglich, alle Telefonzellen zu Ladestationen auszubauen. Bedingung sei aber, dass in der Nähe der Telefonzellen auch Parkplätze vorhanden seien. Eine Telefonzelle könne dabei Ladesäulen auf mehreren Parkplätzen versorgen.
TA plant, bis Ende des Jahres etwa 30 weitere Ladestationen einzurichten. Das Telekommunikationsunternehmen betreibt derzeit rund 13.500 Telefonzellen in ganz Österreich. 700 davon sind multimediafähig. Diese sollen zuerst ausgebaut werden.
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