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H.265 - Fraunhofer-Codec als Grundlage für H.264-Nachfolger

ISO und IEC setzen auf High Efficiency Video Coding (HEVC) für neuen Standard. Der Nachfolger des Video-Kompressionsstandards H.264 soll auf Basis des am Heinrich-Hertz-Institut (HHI) entwickelten Codecs HEVC (High Efficiency Video Coding) entstehen. Darauf hat sich das gemeinsame Standardisierungsteam der ITU und ISO/IEC verständigt.
/ Jens Ihlenfeld
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HEVC ist das Nachfolgeprojekt von H.264/AVC (Rec. ITU-T H.264 /ISO/IEC 14496-10). Die Fertigstellung des neuen Standards ist für Sommer/Herbst 2012 geplant. Dann soll der neue Standard von der ITU-T voraussichtlich als H.265 verabschiedet werden.

Im Vergleich zu H.264, der ebenfalls vom Fraunhofer HHI maßgeblich gestaltet wurde, wird für H.265 eine Datenreduzierung um den Faktor 2 bei gleicher Bildqualität angestrebt. Vorrangiges Ziel ist es daher, für fast alle Anwendungen eine gegenüber H.264 wesentlich effizientere Codierung mit einer mittleren Einsparung an Datenrate von etwa 50 Prozent zu erreichen.

Dazu wurde von der gemeinsamen Standardisierungsgruppe von ITU-T VCEG und ISO/IEC MPEG ein Call for Proposals (CfP) ausgeschrieben. Die einzelnen Vorschläge wurden dann hinsichtlich ihrer visuellen Qualität bei gleicher Bitrate verglichen, wobei HEVC bei geringer Komplexität sehr gute Ergebnisse lieferte und daher in das erste Testmodell des neuen Standardisierungsprojekts übernommen wurde.

Kernstück des neuen Codecs ist ein neues Konzept zu Entropiecodierung. Dabei wird zur verlustfreien Datenkompression, also bei der Zuordnung von unterschiedlich langen Folgen von Bits zu jedem einzelnen Zeichen eines Codierverfahrens, ein komplett neuer Weg zur Lösung dieses Problems dargestellt.

Derzeit liegt die mittlere Datenrateneinsparung des neuen Ansatzes bei rund 30 Prozent, vergleichen mit H.264 bei gleicher visueller Qualität. Erst im Laufe der weiteren Entwicklung wird sich zeigen, ob das Ziel von einer um 50 Prozent geringeren Datenrate erreicht werden kann.


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