.Net für Firefox und Chrome?
Hewitt, der einst für Mozilla an Firefox arbeitete und zuletzt Facebooks iPhone-App entwickelt hat, äußerte per Twitter einige Gedanken zur Entwicklung von Webapplikationen. Darunter auch die Idee, die von Microsoft entwickelte und von der ECMA standardisierte Common Language Infrastructure (CLI)(öffnet im neuen Fenster) fest in Browsern zu verankern.
Große Zustimmung dafür erhält er von Miguel de Icaza, der einst das Gnome-Projekt und später das Mono-Projekt gründete, an dem er heute für Novell und im Auftrag von Microsoft arbeitet, um eine freie Implementierung von Microsofts .Net zu schaffen. CLI im Browser würde mehr Flexibilität für Webentwickler bedeuten und sowohl streng typisierte als auch untypisierte Sprachen unterstützen, sowie Entwicklern die Wahl zwischen hoher Leistung und Skriptbarkeit lassen.
Es gebe viele Sprachen, die sich gut für Webapplikationen eigneten, doch heute seien diese nur per Plugin nutzbar, beispielsweise eingebettet in Flash oder Silverlight. Damit seien die Möglichkeiten sehr eingeschränkt, dass nur über eng begrenzte APIs mit dem Browser kommuniziert werden kann.
Daher, so de Icaza, sei vielleicht jetzt die Zeit gekommen, um mit CLI im Browser zu experimentieren, nicht als Plugin, sondern direkt im Browser und auf Augenhöhe mit der Javascript-Engine. Dabei könnten neben C# auch Implementierungen wie Ironpython oder Ironruby zum Einsatz kommen, wobei für jede Seite eine eigene Laufzeitumgebung verwendet werden sollte, schlägt de Icaza vor.
Dabei zeigt sich der Mono-Entwickler begeistert von Hewitts Idee und bedauert nur, dass er nicht selbst darauf gekommen sei. "Wir brauchen ein neues Modell und ich bin bereit, Joes Idee in einem Prototyp umzusetzen", schreibt de Icaza(öffnet im neuen Fenster). "Die Frage ist nur, mit welchem Browser ich anfange, Firefox oder Chrome."
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