Droht Apple ein Kartellverfahren wegen der Flashblockade?
US-Regierungsbehörden erwägen ein Wettbewerbsverfahren gegen Apple, weil das Unternehmen Softwareanbieter wie Adobe Systems vom iPhone, iPad und iPod touch ausschließt. Apple würde den Konkurrenten wettbewerbswidrig behindern, so der Vorwurf. Das berichtet die britische Financial Times(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf informierte Kreise. Auch die Nachrichtenagentur Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) und das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) wollen von einem möglichen Wettbewerbsverfahren erfahren haben.
Das US-Justizministerium und die Bundeshandelskommission Federal Trade Commission (FTC) haben einem Plan für eine Untersuchung von Apple noch nicht zugestimmt. Die Überlegungen dazu befänden sich noch in einem sehr frühen Stadium, hieß es. Welche der beiden Behörden dabei möglicherweise die Führung übernimmt, ist nicht entschieden. Ein Verfahren gegen Apple von einer der beiden Behörden würde untersuchen, ob der Hersteller "geschlossene Systeme" auf dem Markt anbietet. Eine Entscheidung wird für die kommende Woche erwartet.
Apples iPad spielt wie auch das iPhone keine Flash-Inhalte ab. Zu ressourcenhungrig sei die Technik, hatte Apple erklärt. Apples neue Nutzungsbedingungen für das iPhone SDK schreiben Entwicklern vor, welche Programmiersprachen sie zur Erstellung von iPhone-Applikationen nutzen dürfen. Die Verwendung von Techniken wie Adobes Flash-Compiler, der aus Flash iPhone-Applikationen erzeugt, verbietet Apple damit. Adobe wehrt sich zudem wahrscheinlich mit einer Klage gegen den Ausschluss von Flash von Apples iPad.
Steve Jobs hatte in einem offenen Brief erklärt, hinter dem Ausschluss von Flash beim iPhone und iPad stünden nicht in erster Linie geschäftliche Überlegungen. Vielmehr gebe es technische Gründe dafür, dass Apple Flash nicht auf seine mobile Geräte lasse.
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