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Sophos plant Übernahmen mit Investmentmillionen

Apax Partners kauft 70 Prozent des Securityunternehmens. Sophos holt den Investmentkonzern Apax Partners ins Unternehmen. Das Geld aus der Beteiligung will die britische Securityfirma für Übernahmen in der relativ krisenfesten Branche nutzen.
/ Achim Sawall
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Der Investmentkonzern Apax Partners kauft einen Mehrheitsanteil an dem Antivirenhersteller Sophos. Für 70 Prozent an dem britischen Privatunternehmen zahlt Apax 580 Millionen US-Dollar, was Sophos insgesamt mit 830 Millionen US-Dollar bewertet.

Die Oxford-Studenten Jan Hruska und Peter Lammer, die die Firma 1985 in Zusammenarbeit mit dem britischen Militär gegründet hatten, verkaufen größere Teile der 60 Prozent, die sie gemeinsam an dem Unternehmen halten. Die Private-Equity-Gruppe TA Associates, die seit 2002 einen Anteil von 20 Prozent an Sophos besitzt, verkauft ebenfalls an Apax.

Sophos bietet Sicherheitsprodukte für kleine und mittelständische Unternehmen, aber auch große Konzerne wie General Electric, Tesco, Hilton und Toshiba gehören zu den Kunden. Zum Repertoire gehören Verschlüsselungs- und Endpoint-Security-Produkte, Lösungen für Web- und E-Mail-Sicherheit sowie Network Access Control (NAC). Teil des Unternehmens sind auch die Analysezentren Sophoslabs.

In dem Geschäftsjahr, das im März 2009 endete, verzeichnete Sophos einen Verlust von 23,4 Millionen US-Dollar. Der Umsatz wuchs auf 260 Millionen US-Dollar. Der Sektor für Sicherheitssoftware hat das Krisenjahr 2009 relativ unbeschadet überstanden. Der Markt für Security-Produkte wuchs um 10 Prozent auf 33,8 Milliarden US-Dollar, während die IT-Ausgaben nach Angaben von Forrester Research insgesamt um 8 Prozent auf 507 Milliarden US-Dollar sanken.

Sophos hatte einen Börsengang für das Jahr 2007 geplant, musste wegen Schwierigkeiten an den Geldmärkten davon aber Abstand nehmen. Ein neues IPO war für Dezember angedacht, dann machte Apax jedoch sein Übernahmeangebot. "Wir dachten, das ist eine bessere Möglichkeit für Sophos", sagte Firmenchef Steve Munford. Damit könne ohne die Belastungen einer Börsennotierung viel Geld ins Unternehmen geholt werden. Sophos plane nun, eine aktive Rolle bei der Konsolidierung der Securitybranche zu übernehmen, erklärte Munford.


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