Schwächelt der britische Spielemarkt wegen Facebook?
Die Woche, die am Montag, dem 26. April 2010 angefangen hat, dürfte rabenschwarz in die Bücher der britischen Computerspielebranche eingehen, meldet unter anderem das Fachmagazin MCV UK(öffnet im neuen Fenster). Nach Auswertungen des Marktforschungsunternehmens GfK Chart-Track gingen die Umsätze gegenüber der Vorwoche um 24 Prozent zurück. Sie erreichten bei einer Stückzahl von 650.382 verkauften Einheiten 13,5 Millionen Pfund (15,6 Millionen Euro) – der niedrigste Wert seit vier Jahren.

In Großbritannien ist innerhalb der Branche nun eine Diskussion über die Gründe ausgebrochen. Zwar laufe ein Spitzentitel wie Splinter Cell Conviction auf Platz 1 der Charts mehr als zufriedenstellend, das weitere Feld sehe aber schwach aus und Umsatzbringer wie Call of Duty: Modern Warfare 2 verlören an Zugkraft, lauten die Argumente. Ein weiterer Grund könnte der starke Druck auf die Preise sein.
Es gibt aber auch Stimmen, die die Ursachen woanders sehen: So weist laut MCV der Analyst Nick Parker darauf hin, dass die Umsätze im Handel schon länger zurückgehen. Grund sei, dass "immer mehr Jugendliche nun Socialgames auf MSN und Facebook" spielen, "statt zu traditionellen Computerspielen zu greifen."



