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Nvidia: Moore's Law ist tot

Chefwissenschaftler schlägt parallele Systeme vor

Bill Dally, Stanford-Professor und Chefwissenschaftler von Nvidia, pocht auf eine Computerwelt, in der parallele Systeme zu Leistungssteigerungen führen. Das wäre blanke PR des GPU-Herstellers, Dally bekam dafür aber einen prominenten Ort: das Wirtschaftsmagazin Forbes.

Artikel veröffentlicht am ,
Bill Dally, Nvidias Chief Scientist
Bill Dally, Nvidias Chief Scientist

Unter der Überschrift "Das Leben nach Moore's Law" schreibt Bill Dally eine Gastkolumne für Forbes, und der Inhalt hat es in sich. Während der Experte für parallele Rechenaufgaben, der Anfang 2009 zu Nvidia geholt wurde, in der ersten Hälfte seines Beitrags noch erklärt, wie wunderbar sich die Computerei dank Moore's Law entwickelt hat, geht er danach zum Frontalangriff über.

Inhalt:
  1. Nvidia: Moore's Law ist tot
  2. Software, nicht Hardware hinkt hinterher

Die Beobachtung des Intel-Mitbegründers Gordon Moore, nach der sich die Zahl der Transistoren auf einem Chip alle 18 Monate verdoppeln lässt, ist laut Dally nicht mehr richtig. Jedenfalls dann, wenn daraus der Schluss gezogen wird, dass sich damit auch die Rechenleistung verdoppelt. Auch mehrere Kerne seien dafür nicht mehr hilfreich, denn, so der Wissenschaftler: "Dieser Versuch ist analog zum Versuch, ein Flugzeug zu bauen, indem man Tragflächen an einem Zug anbringt."

CPUs, die für Allzweckaufgaben vorgesehen sind, sind und bleiben Bill Dally zufolge träge und können mit den weiter steigenden Anforderungen zu mehr Rechenleistung nicht mithalten. Die Lösung sind - natürlich - Prozessoren mit mehr Parallelität, und GPUs erwähnt der Nvidia-Mitarbeiter dann nur als Beispiel. Dass ein Wechsel der Architekturen aber nicht alleine weiterhilft, gibt auch Dally zu: "Nach 40 Jahren serieller Programmierung gibt es enorme Widerstände gegen Veränderungen, weil sie einen Bruch mit lange gepflegten Praktiken erfordern."

Die Software, die auch schon moderne Multi-Core-CPUs bremsen kann, muss sich nach Dallys Willen endlich anpassen. Dazu müssten die Programmierer auch auf parallele Systeme geschult werden. Nvidias Schnittstelle dafür, CUDA, erwähnt der Chefwissenschaftler des Chipherstellers jedoch nicht - das wäre dann wohl auch für die Forbes-Leser zu offensichtlich.

Software, nicht Hardware hinkt hinterher 
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open cl 07. Mai 2010

Es geht nur um das Interface/API. Nicht darum, eine GPU auf einem FPGA zu emulieren. Das...

irata 05. Mai 2010

Der Meinung ist man aber anscheinend nur in Deutschland. Wird aber eh wieder gelöscht ;-)

hrhrhr 04. Mai 2010

Moores Law sagt nur nunmal garnichts über MHz oder Rechenleistung aus, sondern nur über...

hrhrhr 04. Mai 2010

Der Satz mit dem Tausendfüssler ist witzig, aber dein dummes gebooste auf Microkerneln...

hrhrhr 04. Mai 2010

Moores las sagt garnichts über die Rechenleistung, sondern über die Anzahl der Transistoren!


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