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F-Secure: Microsoft soll PDF-Reader in Windows integrieren

PDF-Reader in MacOS als Vorbild genannt. Das IT-Sicherheitsunternehmen F-Secure hat Microsoft aufgefordert, einen eigenen PDF-Reader in Windows zu integrieren. F-Secure erhofft sich mehr Sicherheit bei der Darstellung von PDF-Dokumenten. Als Vorbild wird die PDF-Vorschau in Mac OS X genannt.
/ Ingo Pakalski
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Sean Sullivan, Sicherheitsberater bei F-Secure, ist der Auffassung, dass Microsoft einen eigenen PDF-Reader für Windows-Nutzer entwickeln sollte. Dieser müsste nicht zum Lieferumfang von Windows gehören, sondern könnte als separater Download angeboten werden. So verfährt Microsoft bereits mit dem PDF-Export in Microsofts Office-Paket.

Als Vorbild sieht Sullivan die PDF-Vorschau in Apples Mac OS X, die schnell und unkompliziert PDF-Dokumente anzeigt. In seinem Blogbeitrag(öffnet im neuen Fenster) lässt Sullivan alle alternativen PDF-Reader für Windows unerwähnt, die kostenlos zu haben sind. Neben dem Foxit Reader(öffnet im neuen Fenster) gehören dazu der Nuance Reader und der Sumatra Reader(öffnet im neuen Fenster).

PDF-Reader von Microsoft verspricht höhere Sicherheit

Sullivan meint, es würde die Sicherheit im Internet erhöhen, wenn Microsoft einen eigenen PDF-Reader entwickeln und anbieten würde. Damit spielt Sullivan auf das jüngste Sicherheitsleck in den PDF-Spezifikationen an, das im Adobe Reader noch nicht beseitigt wurde. Microsofts PDF-Reader sollte nur die Grundfunktionen gemäß dem PDF/A-Standard unterstützen. Weder die Ausführung von Programmcode, die Nutzung von Javascript-Funktionen noch die Wiedergabe von Musik- oder Videodateien sollte damit möglich sein, um Angriffsmöglichkeiten auszuschließen.

Sullivan sieht das Problem, dass Microsoft für einen PDF-Reader Lizenzgebühren an Adobe zahlen müsste, den Erfinder des PDF-Formats. Kleinere Firmen könnten nach Sullivans Auffassung kostenlose PDF-Software anbieten, ohne dafür Lizenzen an Adobe zu zahlen. Aber Microsoft sei dafür einfach zu groß und könne das nicht, "ohne dass sich Adobe aufregt". "Aber wisst ihr was? Das sollte euch egal sein. Soll sich Adobe doch aufregen", meint Sullivan. Im Gespräch mit Computerworld(öffnet im neuen Fenster) ergänzt Sullivan, dass die PDF-Spezifikationen seit 2006 kostenfrei genutzt werden können, das gelte auch für Microsoft.


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