Ubisofts Onlinekopierschutz: Auch im Unternehmen umstritten

"Der nächste Schritt beim DRM-System ist Spielecode, der auf dem Server läuft" , schreibt ein angeblich bei Ubisoft als Programmierer arbeitender "Anonymous Coward" auf der US-Seite Slashdot(öffnet im neuen Fenster) . Diese Änderung des Kopierschutzsystems würde die Hacker unter Zugzwang setzen, die zuletzt berichtet hatten, das DRM von Assassin's Creed 2 und Die Siedler 7 weitgehend geknackt zu haben. Laut dem Posting müssten Hacker, um die neue Version des Kopierschutzsystems zu umgehen, den gesamten auf dem Server untergebrachten Code emulieren. Das sei zwar nicht der ganze Programmcode des Spiels, aber ein wesentlicher Teil. Betroffen seien die PC-Spiele von Ubisoft, die ab Sommer 2010 auf den Markt kommen - also möglicherweise Titel wie Prince of Persia: Die vergessene Zeit oder das Strategiespiel Ruse.

Laut der anonymen Quelle sei der Kopierschutz, der den Spieler zu einer permanenten Verbindung zu den Servern von Ubisoft zwingt, auch beim Unternehmen selbst stark umstritten. Es gebe einen regelrechten "Flamewar" in langen E-Mail-Wechseln. Ubisoft hat sich auf Nachfrage von Golem.de noch nicht zu den Angaben geäußert.
Unterdessen kündigt Sega an, dass die PC-Version des Rollenspiels Alpha Protocol ebenfalls eine Onlineverbindung voraussetzt - allerdings nur einmal zur Aktivierung. Zum Einsatz kommt das DRM-System Softanchor von Uniloc. Das Spiel lasse sich auf einer nicht näher bezifferten Anzahl von Rechnern installieren, aber auch - beispielsweise für einen Wiederverkauf - bei den Sega-Servern abmelden. Alpha Protocol entsteht bei Obsidian Entertainment und erscheint nach aktuellem Stand am 28. Mai 2010.