Verbatim: Die 3,5-Zoll-Diskette lebt!

Verbatim, eine Tochter des japanischen Konzerns Mitsubishi Chemical, bekennt sich nach dem angekündigten Ausstieg von Sony weiter zur 3,5-Zoll-Diskette. Der gesamteuropäische Markt für die Floppy lag 2009 bei circa 50 Millionen Stück, rechnet Verbatim vor. Auch wenn der Markt tendenziell rückläufig sei, bestehe eine regelmäßige Nachfrage. Deshalb werde Verbatim die Diskette weiterhin weltweit anbieten, die jüngere Anwender meist gar nicht mehr kennen.
Anwendungsbereiche für Floppys gebe es noch in Behörden oder in der Maschinensteuerung in der Industrie. Aufgrund der nach wie vor hohen Anzahl installierter Diskettenlaufwerke werde der magnetische Datenträger mit der wabbeligen Kunststoffscheibe auch im privaten Umfeld eingesetzt.
Verbatim sieht sich selbst als Marktführer für Disketten. "Dabei liegt mittlerweile der Absatzschwerpunkt in osteuropäischen und GUS-Staaten. Deutschland deckt noch etwa 10 Prozent des europäischen Marktes ab" , gab das Unternehmen bekannt.
Sony hatte Anfang dieser Woche in Tokio erklärt, ab März 2011 keine 3,5-Zoll-Disketten mehr zu verkaufen und zu produzieren. Die Datenträger sind in Japan seit 1983 auf dem Markt. Es sei nicht überraschend, dass sich die Anzahl der Anbieter für dieses Produkt verringere, kommentierte Verbatim die Entscheidung.
Apple hatte schon 1998 aufgehört, Diskettenlaufwerke in seine G3 iMacs einzubauen. Im Jahr 2003, als Dell keine Floppy-Laufwerke mehr in seinen Computern anbot, war abzusehen, dass sich die Verbreitung und Nutzung von USB-Sticks durchsetzen würde.



