Iris2Iris: Direkter Blickkontakt bei Videokonferenzen

Monitor mit Webcam und Spiegelsystem zu einem stolzen Preis

Ein niederländisches Unternehmen bietet mit Iris ein System für Videokonferenzen an, das mit beliebigen Clients funktioniert. Der Nutzer hat keinen Blick von oben, wie es üblich ist, wenn die Kamera auf dem Monitor angebracht ist, sondern schaut seinem Gegenüber direkt ins Auge.

Artikel veröffentlicht am ,
Iris2Iris: Direkter Blickkontakt bei Videokonferenzen

Videokonferenzen an Standard-PCs haben in der Regel ein Manko: Die Gesprächspartner blicken sich nicht direkt ins Gesicht. Dazu müsste die Kamera in der Mitte des Monitors oder bei der "Talking Heads"-Einstellung im oberen Drittel des Bildschirms sitzen. Aufnahmegeräte im Rahmen des Monitors lindern das ein wenig, unnatürlich wirkt der Blickwinkel aber auch dann.

Stellenmarkt
  1. IT-Systemadministrator als Fachgebietsleiter (m/w/d)
    SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH, Ulm
  2. System Engineer DevOps Logistik Automation (m/w/d)
    KRATZER AUTOMATION AG, Unterschleißheim
Detailsuche

Die niederländische Firma "Iris2Iris" will das mit ihren Produkten lösen. Dabei handelt es sich nicht um ein weiteres proprietäres System, sondern um eine Kombination aus Monitor, Lautsprecher, Mikrofon und Kamera. Letztere nimmt ihr Bild über einen halbdurchlässigen Spiegel auf, der vor dem Monitor sitzt. Der so veränderte Blickwinkel zentriert das Antlitz des Benutzers bei der Übertragung.

  • Das System in der Anwendung (Bild: Iris2Iris)
  • Das Iris-System (Bild: Iris2Iris)
Das System in der Anwendung (Bild: Iris2Iris)

Das gilt freilich nur für den, der mit einem Iris-Besitzer konferiert. Wenn ein Anwender vor dem Gerät sitzt und sein Gesprächsparter nicht, bekommt er wieder einen Blickwinkel zu sehen, der von der Kamera des Senders abhängt.

Das System soll mit allen gängigen Videokonferenzsystemen und Chatprogrammen wie ICQ und Skype für PCs und Mac kompatibel sein. Der Hersteller empfiehlt es unter anderem für Verhandlungen zwischen Geschäftspartnern und Supportmitarbeitern, wo ein direkter Augenkontakt, der den menschlichen Kommunikationsgewohnheiten entspricht, vorteilhaft sein kann.

Golem Akademie
  1. Microsoft Teams effizient nutzen
    25. Oktober 2021, online
  2. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  3. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
Weitere IT-Trainings

Billig ist dieses Mehr an virtueller Nähe aber nicht: Ab 1.565 Euro kostet das System ohne Ton, die größte Ausführung mit akustischer Echo-Unterdrückung - nicht per Elektronik weggerechnet - ist für 2.325 Euro zu haben.

Was es dafür an Hardware gibt, nennt Iris2Iris nicht unmittelbar auf seiner Webseite. Erst in den Bedienungsanleitungen, die als Word-Dokument vorliegen, finden sich einige Daten. Demnach hat der Monitor des Systems lediglich 1.024 x 768 Pixel Auflösung, zu seiner Diagonale finden sich keine Angaben. Den Abmessungen des gesamten Geräts und den Bildern nach zu urteilen dürfte sie nicht über 15 Zoll liegen.

Die eingebaute Kamera ist laut der Anleitung eine Quickcam Pro 9000 von Logitech, die Treiber dafür soll sich der Benutzer erst von der Logitech-Webseite herunterladen. Die Kamera der 2-Megapixel-Klasse mit einer Videoauflösung von 960 x 720 Pixeln überfordert den Monitor noch nicht, einzeln ist sie derzeit zu Preisen um 70 Euro erhältlich.

Der Monitor von Iris wird per DVI oder VGA angesteuert und lässt sich auch als Zweitbildschirm verwenden. Laut Angaben des Unternehmens werden die Systeme ab sofort ausgeliefert, die Lieferzeit in Europa soll rund drei Wochen betragen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


GEBO 30. Apr 2010

Uralter Hut, was die Holländer da für viel Geld verkaufen wollen. Gibt es schon seit...

Bestpert 29. Apr 2010

So etwas gab es vor 25 schon als Bildtelefon, die Verkaufsargumente waren identisch und...

Ext 29. Apr 2010

Das war vor Jahren mal nen Aprilscherz der anscheinend immer noch im Web kursiert xD

Robotron 29. Apr 2010

Ein Teleprompter ist für Text. Aber stimmt, die Technik ist uralt. Die können sich mal...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Cyrcle Phone 2.0
Rundes Smartphone soll 700 Euro kosten

Dass Mobiltelefone in den letzten 20 Jahren meist nicht rund gewesen sind, scheint einen guten Grund zu haben, wie das Cyrcle Phone 2.0 zeigt.

Cyrcle Phone 2.0: Rundes Smartphone soll 700 Euro kosten
Artikel
  1. A New Beginning: Jetzt wird Outcast wirklich fortgesetzt
    A New Beginning
    Jetzt wird Outcast wirklich fortgesetzt

    Rund 22 Jahre nach dem Start des ersten Teils gibt es die Ankündigung von Outcast 2 für Xbox Series X/S, Playstation 5 und Windows-PC.

  2. Bundesinnenministerium: Nur jede neunte Verwaltungsleistung ist digitalisiert
    Bundesinnenministerium
    Nur jede neunte Verwaltungsleistung ist digitalisiert

    Meldebescheinigungen oder Baugenehmigungen warten weiter auf die Digitalisierung.

  3. Smartphones: Huawei versucht nicht mehr, die besten Produkte zu machen
    Smartphones
    Huawei versucht nicht mehr, die besten Produkte zu machen

    Das Handelsembargo der USA gegen Huawei zeigt Wirkung, wenn auch anders als geplant.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • iPhone 13: jetzt alle Modelle vorbestellbar • Sony Pulse 3D PS5-Headset Midnight Black vorbestellbar 89,99€ • Breaking Deals mit Club-Rabatten (u. a. Samsung 65" QLED 1.189,15€) • WD Black SN750 1TB 96,99€ • Amazon Exklusives in 4K-UHD • GP Anniversary Sale: History & War [Werbung]
    •  /