Samsung beginnt Serienfertigung von PRAM für Handys

Multi-Chip-Packages mit Phasenübergangsspeicher

Noch im zweiten Quartal 2010 will Samsung Bausteine für Handys ausliefern, die mit PRAM ausgestattet sind. Der seit Jahren als möglicher Flash-Nachfolger gehandelte Speichertyp kam bisher nicht richtig in Schwung, Samsung traut ihm nun die Anwendung in Handys zu.

Artikel veröffentlicht am ,
Samsung beginnt Serienfertigung von PRAM für Handys

PRAM steht für "Phase-Change Random Access Memory", oder nach Samsung-Lesart auch "Perfect RAM". Der Speichertyp, der Informationen durch einen Phasenübergang speichert, soll die Vorteile von DRAM und Flash vereinen: Das eine ist sehr schnell, das andere kann Daten auch dauerhaft speichern, ohne dass eine Spannung anliegt.

Stellenmarkt
  1. Systemadministrator*in Serversysteme Produktions-IT
    SCHOTT AG, Mitterteich
  2. App Entwickler (w/m/d)
    Digital Building Solutions GmbH, Sendenhorst (Münster)
Detailsuche

Im Falle der PRAMs von Samsung sollen die Bausteine vor allem das NOR-Flash ersetzen, das in vielen Geräten zum Einsatz kommt, die jahrelang ohne Ausfall genutzt werden können sollen. Anders als das bekannte NAND-Flash, das in USB-Sticks, Speicherkarten und SSDs zum Einsatz kommt, übersteht NOR-Flash viele hunderttausend Schreibvorgänge ohne Ausfälle. Mit einem einzigen Chip, der kein ausgefeiltes Defektmanagement benötigt, lassen sich so Konfigurationsdaten oder Firmware speichern.

  • Multi-Chip-Package mit PRAM
Multi-Chip-Package mit PRAM

NOR-Flash hat jedoch auch einen großen Nachteil: Es ist mehrfach langsamer beim Schreiben als NAND-Flash. Das PRAM von Samsung soll beim Schreiben von Blöcken von je 5 MByte rund siebenmal schneller als NOR-Flash sein, aber genauso zuverlässig.

Die neuen Bausteine, die Samsung als Multi-Chip-Package (MCP) anbietet, sollen in Designs passen, die für NOR-Flash mit 40 Nanometern Strukturbreite ausgelegt wurden - von "pinkompatibel" spricht der Chiphersteller jedoch noch nicht. Ebenso behält Samsung bisher für sich, was in dem MCP steckt.

Golem Karrierewelt
  1. DP-203 Data Engineering on Microsoft Azure virtueller Vier-Tage-Workshop
    12.-15.09.2022, virtuell
  2. Deep-Dive Kubernetes – Production Grade Deployments: virtueller Ein-Tages-Workshop
    20.09.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Möglich wären dabei mehrere PRAM-Bausteine oder auch Logikanteile, wie das bei MCPs für Handys und andere Geräte üblich ist. Apples Prozessor A4 im iPad beispielsweise ist ein MCP, das aus dem ARM-SoC und zwei DRAM-Bausteinen besteht. Einzig zur Kapazität macht Samsung bisher konkrete Angaben: 512 MBit beziehungsweise 64 MByte fasst das PRAM-SoC.

512 MBit bei ganz ähnlichen Leistungsdaten fasst auch schon der PRAM-Baustein, den Samsung noch ohne MCP-Fähigkeiten seit Herbst 2009 herstellt. Das legt den Schluss nahe, dass Samsung dieses Die nun so weit umgebaut hat, dass es mit den dafür nötigen Bussen auch in Handybausteine passt.

Dem Chiphersteller zufolge werden erste Muster des PRAM-MCP bereits ausgeliefert, noch im zweiten Quartal 2010 soll die Serienfertigung aufgenommen werden.

Samsung hatte sein PRAM bereits 2006 angekündigt und wollte es damals ab 2008 als NOR-Alternative einsetzen. Die Bauform ist nur einer der möglichen Nachfolger von Flash-Bausteinen, dazu zählen für die verschiedenen Einsatzgebiete auch HPs Memristor, IBMs Racetrack-Memory oder NECs MRAM.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Roflcopter2010 04. Mai 2010

Jo .. blöd nur, dass jede LAN-Verbindung der Welt, jeder DSL-Zugang, jede Festplatte und...

Casandro 28. Apr 2010

Mal sehen ob das so wird wie Bubble Memory, oder ob da wirklich was draus wird.



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Franziska Giffey
Deepfake von Klitschko täuscht Berlins Bürgermeisterin

Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) hat per Videokonferenz mit einem Deepfake von Vitali Klitschko gesprochen. Der Betrug flog auf.

Franziska Giffey: Deepfake von Klitschko täuscht Berlins Bürgermeisterin
Artikel
  1. Datenpanne: IT-Mitarbeiter verliert USB-Stick mit Meldedaten einer Stadt
    Datenpanne
    IT-Mitarbeiter verliert USB-Stick mit Meldedaten einer Stadt

    Die Tasche mit dem USB-Stick wurde über ein in ihr ebenfalls enthaltenes Smartphone geortet und gefunden.

  2. Logistik: Post will mit Solarschiff Pakete in Berlin verteilen
    Logistik
    Post will mit Solarschiff Pakete in Berlin verteilen

    Die Post will Pakettransporte von der Straße aufs Wasser verlagern. Das erste der Schiffe wird mit Solarstrom betrieben. In Zukunft sollen sie autonom fahren.

  3. Qualitätsprobleme: VW muss ID.Buzz-Produktion wegen Akkufehlern stoppen
    Qualitätsprobleme
    VW muss ID.Buzz-Produktion wegen Akkufehlern stoppen

    Qualitätsprobleme mit dem Akku des Volkswagen ID. Buzz sorgen für einen Produktionsstopp. Schuld soll eine Akkuzelle eines neuen Lieferanten sein.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MSI 323CQRDE (WQHD, 165 Hz) 399€ • LG OLED 48C17LB 919€ • Samsung 980 PRO (PS5-komp.) 2 TB 234,45€ • Apple HomePod Mini 84€ • 16.000 Artikel günstiger bei Media Markt • MindStar (u. a. AMD Ryzen 7 5700G 239€, Samsung 970 EVO Plus 250 GB 39€ und Corsair Crystal 680X RGB 159€) [Werbung]
    •  /