Asus-Tochter entwickelt eigenen Controller für USB 3.0
Während sowohl AMD als auch Intel USB 3.0 noch nicht in ihre Chipsätze integriert haben, haben die taiwanischen Hersteller von Mainboards die neue Schnittstelle auf höherwertigen Produkten längst zur Standardausstattung erklärt. Zum Einsatz kommt bisher fast ausschließlich der Controller µPD720200(öffnet im neuen Fenster) von NEC/Renesas. Asus verbaut ihn unter anderem auf dem Mainboard Crosshair IV Formula für AMDs neuen Phenom II X6.
Laut einem früheren Bericht von Digitimes(öffnet im neuen Fenster) soll dieser Chip für OEMs sechs US-Dollar kosten, das Gegenstück von Asus nur die Hälfte. Diese Preise wollten Asus und ASMedia zwar bisher nicht bestätigen, dass ein eigener Controller für USB 3.0 entwickelt wird, scheint dagegen festzustehen.
Gegenüber Semiaccurate(öffnet im neuen Fenster) soll ein Asus-Sprecher den Chip bestätigt haben, er gab jedoch keine weiteren Details zu dem Baustein preis. Auch ein Termin für die Markteinführung steht noch nicht fest – Digitimes zufolge soll er im Juni 2010 liegen.
Sollte der Chip tatsächlich so viel günstiger sein als der NEC-Controller, dürfte sich die Verbreitung von USB 3.0 deutlich beschleunigen. Auch Texas Instruments und VIA arbeiten derzeit an eigenen Controllern für USB 3.0, was kräftigen Wettbewerb verspricht.
Unbekannt ist bei all diesen Bausteinen noch, wie viele Ports sie unterstützen und wie sie angebunden sind. Bei NEC sind es derzeit nur zwei USB-3.0-Ports, die über eine Datenleitung nach PCI-Express-2.0 an das Mainboard gebunden werden können. Das reizen aber nicht alle Chipsätze, insbesondere Intels aktuelle 5er Serie, voll aus, so dass Geräte für USB 3.0 dadurch gebremst werden können.
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