Bundesverdienstkreuz für den FSFE-Gründer Georg Greve
"Ich bin zutiefst dankbar für die offizielle Anerkennung, die freie Software und offene Standards mit dieser Auszeichnung erhalten", erklärt Georg Greve. Der 1973 geborene Physiker beschäftigt sich seit seinem zwölften Lebensjahr mit dem Thema Softwareentwicklung. Sein Studium finanzierte er zum Teil mit der Programmentwicklung für die Auswertung von SQUID-Sensorendaten im Biomagnetometer-Labor des Universitätskrankenhauses in Eppendorf in Hamburg.
Nachdem er die FSFE(öffnet im neuen Fenster) acht Jahre lang geführt hat, ist Greve heute Chef der Firma Kolab Systems(öffnet im neuen Fenster). Das Unternehmen entwickelt unter anderem die Groupware-Lösung Kolab(öffnet im neuen Fenster), die auf freier Software basiert.
"Georgs unermüdlicher Einsatz für Freiheit in der Technik war eine der treibenden Kräfte für freie Software in Europa und auf der ganzen Welt. Er hat freie Software auf die Tagesordnung der Politik gesetzt und Strukturen geschaffen, die die Energie der Gemeinschaft auf unser gemeinsames Ziel fokussieren. Seine über zehn Jahre währende harte Arbeit hat einen enormen Fortschritt für die freie Software bewirkt" sagt Karten Gerloff, Präsident der Free Software Foundation Europe (FSFE).
Greve habe der freien Software eine Stimme bei den Vereinten Nationen verliehen, sowohl bei der Weltgesellschaft für Geistiges Eigentum (WIPO), als auch beim Weltgipfel zur Informationsgesellschaft (WSIS). Mit der Freedom Task Force der FSFE habe er ein Kompetenzzentrum für rechtliche Aspekte freier Software etabliert. Zudem habe Greve den Widerstand der Gemeinschaft gegen das OOXML-Format von Microsoft initiiert und an einigen der ersten Projekte für freie Software gearbeitet, die von der EU finanziert wurden.
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