Klage: Gruppe bei Infinity Ward will 625 Millionen US-Dollar
38 Angestellte des Entwicklerstudios Infinity Ward – vor allem bekannt für die Actionspielreihe Call of Duty – haben gegen ihren Arbeitgeber Activision Blizzard vor einem Gericht in Los Angeles mehrere Klagen eingereicht. Die Entwickler haben sich amerikanischen Medienberichten zufolge zu einer Gruppe mit dem Namen "Infinity Ward Employee Group" zusammengeschlossen. Sie verklagen Activision unter anderem wegen Vertragsbruchs und Verstößen gegen die kalifornische Arbeitsgesetzgebung, insgesamt sollen sie über 625 Millionen US-Dollar von dem Unternehmen fordern. Bei einem Teil des Geldes handelt es sich um ausstehende Gehaltsboni, dazu sollen noch Schadensersatz, Vertragsstrafen, Zinsen und Lizenzgeld kommen.
Nur ein Teil der jetzt klagenden Gruppe hat in den vergangenen Wochen bei Infinity Ward gekündigt. Der Streit zwischen Infinity Ward und Activision Blizzard – dem das Entwicklerstudio vollständig gehört – hatte seinen Anfang mit der fristlosen Entlassung der ehemaligen Studiochefs Jason West und Vince Zampella im März 2010 genommen. Seitdem haben rund 20 von etwa 100 Mitarbeitern von Infinity Ward gekündigt, ein Teil der Entwickler ist West und Zampella zu deren neuem Studio Respawn Entertainment gefolgt, das eng mit Electronic Arts zusammenarbeitet.
Activision Blizzard prüft die Klagen derzeit, hält sie laut einem ersten Statement aber für unberechtigt.
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