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Nvidia sucht Öffentlichkeit im Chipsatzstreit mit Intel

Kampf um Nvidia-GPUs in billigen PCs. Einige Monate war es still im Rechtsstreit zwischen Nvidia und Intel – bisher stellt der GPU-Spezialist noch keine Chipsätze für die Prozessoren der Serien Core i3/5/7 her. In einem langen Fernsehinterview sagte jetzt Nvidia-Vize Dan Vivoli, Intel enthalte Konsumenten wichtige Funktionen vor.
/ Nico Ernst
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Nvidia-Vize Dan Vivoli
Nvidia-Vize Dan Vivoli

Dan Vivoli ist bei Nvidia nicht nur für professionelle Grafiklösungen zuständig, sondern auch der Marketingchef des Unternehmens. In einem langen Interview(öffnet im neuen Fenster) im Lokalfenster von NBC für die Bay Area, die Gegend um San Francisco, nahm Vivoli nun zum Rechtsstreit mit Intel Stellung.

Laut Vivoli laufen künftige Funktionen wie die Gesichtserkennung in Fotos und Videos auf einer GPU schneller als auf einer CPU. Auch die schon als Beta verfügbare Beschleunigung von Flash-Videos sei auf Nvidias GPUs besser als bei den Intel-Grafikkernen. Das wüssten vor allem nicht technisch orientierte Anwender nicht, aber, so Vivoli: "Auch wenn man einen billigen Computer kauft, sollte einem nicht vorenthalten werden, diese Dinge effizient zu tun."

Seit Anfang 2009 streiten sich Nvidia und Intel vor Gericht . Intel ist der Auffassung, Nvidia habe keine Lizenz für den QPI-Link, über den die Prozessoren der Serien Core i3, i5, und i7 angebunden sind. Nvidia ist da anderer Meinung und hat im März 2009 Gegenklage eingereicht. Dem Rechtsstreit sollen laut Nvidia Verhandlungen von über einem Jahr vorangegangen sein.

Seitdem drang aus beiden Lagern kaum noch etwas zu der Auseinandersetzung. Im November 2009 begann Nvidia jedoch satirische Cartoons über Intel ins Netz zu stellen, im Januar 2010 brachte Intel schließlich die Dual-Cores seiner Core-i-Prozessoren auf den Markt. Gerade diese Prozessoren, die für günstige PCs gedacht sind, müssen Nvidia aber ein Dorn im Auge sein: Dafür kann das Unternehmen keine Chipsätze anbieten , zudem besitzen sie einen recht langsamen Grafikkern im Chipgehäuse .

PC-Herstellern bleibt nur die Wahl, eine GPU über PCI-Express anzubinden, wenn sie schnellere Grafiklösungen anbieten wollen. Das ist jedoch gerade bei billigen Desktops und Notebooks keine Option, weil es den Systempreis in die Höhe treibt. Bei teureren Systemen ist das einfacher. Von NBC auf das Vorhandensein von Nvidia-GPUs in den neuen Macbook Pro angesprochen, sagte Dan Vivoli, Apple habe erkannt, "dass die höheren Kosten eines schnelleren Prozessors nicht so viel Mehrwert bieten wie das Hinzufügen einer GPU" .


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