Better Place will auf den chinesischen Markt

Better Place will in China aktiv werden. Dazu hat das von Ex-SAP-Manager Shai Agassi gegründete Elektroautounternehmen eine Vereinbarung über eine Zusammenarbeit mit dem chinesischen Autohersteller Chery Automobile getroffen. Auf der Pekinger Automesse treten die beiden Unternehmen gemeinsam auf.
China als wichtiger Zukunftsmarkt
China könne ein großer und wichtiger Markt für Elektroautos werden, glaubt Better-Place-Manager Dan Cohen. Nur zwei Prozent der Bürger besitzen ein Auto. Entsprechend sei die Kooperation mit Chery nur der erste Schritt, so Cohen. Chery beschäftigt sich nach eigenen Angaben seit 2001 mit Elektromobilität. Das 1997 gegründete Unternehmen Chery ist der größte unabhängige chinesische Automobilhersteller. Er kooperiert unter anderem mit Daimler und Fiat.




Auf der Pekinger Automesse hat Chery mit dem Riich G5 bereits einen elektrisch betriebenen Pkw vorgestellt, der über einen Austauschakku verfügt. Zudem präsentierte der Hersteller an seinem Stand Ladesäulen von Better Place sowie dessen Elektromobilitätskonzept. Das sieht vor, dass der Akku des Autos im Besitz von Better Place bleibt. Der Kunde bucht eine bestimmte Kilometerzahl im Monat. Weil der Akku nicht Teil des Autos ist, bekommt der Kunde es zu einem günstigeren Preis.
Für längere Fahrten über Land können die Fahrer an Wechselstationen den leergefahrenen Akku gegen einen vollen tauschen. Infrastrukturen mit Ladesäulen und Tauschstationen baut Better Place derzeit in Israel und Dänemark auf. Starttermin ist 2011. Der Mineralölkonzern China National Offshore Oil Corporation (CNOOC) hatte Ende 2009 angekündigt, in China eine Infrastruktur von Akkutauschstationen aufbauen zu wollen.
Elektrotaxis gehen in Tokio an den Start
Die erste Tauschstation hat Better Place jetzt in Betrieb genommen: Seit dem heutigen Montag sind in der japanischen Hauptstadt Tokio drei Elektrotaxis mit austauschbarem Akku unterwegs. An der Wechselstation im Roppongi Hills Complex können sie ihren Stromspeicher, wenn er leer ist, gegen einen geladenen tauschen.








Für den Test wurden drei Taxis zu Elektrofahrzeugen umgebaut. Die Akkus lieferte der US-Hersteller A123 Systems . Mit einer Akkuladung sollen die Tokioter Taxis rund 160 km weit fahren können.
Ziel des dreimonatigen angelegten Tests sei unter anderem, Erfahrungen für die Projekte in Israel und Dänemark zu sammeln, so Better Place. Erste Tests dort sind für September 2010 geplant. Den Auftrag für das Tokioter Projekt hatte Better Place nach dem Pilotprojekt in Yokohama vom japanischen Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie bekommen. Dort hatte Better Place im Frühjahr 2009 an einer Testanlage den automatischen Akkutausch vorgeführt.