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Studie: Gehirnjogging macht nicht schlauer

Leistungssteigerung beruht auf simplem Lerneffekt. Durch Gehirnjogging-Spiele kann der Mensch der Leistungsfähigkeit seines Denkapparats nicht auf die Sprünge helfen - das ist zumindest das Ergebnis einer Studie, die in Zusammenarbeit mit der BBC entstanden ist.
/ Peter Steinlechner
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Durch interaktive Software wie Dr. Kawashimas Gehirn Jogging für Nintendo DS kann der Mensch laut einer neuen Studie die Leistungsfähigkeit seines Denkapparats nicht verbessern, schreibt das Wissenschaftsmagazin Nature(öffnet im neuen Fenster) . Es berichtet über eine Studie, die britische Forscher gemeinsam mit der BBC durchgeführt haben. Teilgenommen haben insgesamt 11.430 Freiwillige im Alter zwischen 18 und 60 Jahren. Eine Gruppe musste sechs Wochen lang dreimal pro Woche jeweils zehn Minuten lang auf einer speziell eingerichteten Webseite Denksportaufgaben lösen, etwa zum räumlichen Sehvermögen und zur Konzentrationsfähigkeit.

Die Ergebnisse waren ernüchternd: Zwar konnten die Teilnehmer die gestellten Aufgaben immer besser lösen als zwei Vergleichsgruppen - aber die Wissenschaftler führen dies lediglich auf einen Lerneffekt im Hinblick auf diese speziellen Aufgaben zurück. Ein tatsächlicher Leistungszuwachs des Gehirns sei nicht festzustellen.

Andere Forscher sind mit den Ergebnissen der Studie nicht einverstanden. Sie meinen, Gehirntrainer brächten bei älteren Zielgruppen durchaus messbare Verbesserungen. Sie bemängeln, die Trainingszeit der BBC-Studie sei zu kurz gewesen.


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