Große Herstellerunterschiede bei Digitalkamera-Defekten
In die Statistik gingen über 60.000 Kameras mit einem Alter von maximal zwei Jahren ein. Im Schnitt sind 5,9 Prozent der Digitalkameras schon im ersten Jahr kaputt. In den ersten zwei Jahren sind es fast 11 Prozent und in drei Jahren hochgerechnet rund 15,6 Prozent. Diese Zahlen beinhalten auch von den Anwendern verursachte Defekte. Sie sind zu rund 40 Prozent an den Ausfällen schuld. Die restlichen 60 Prozent sind allerdings herstellerbedingte Defekte, die vom Anwender nicht verursacht wurden.
Squaretrade hat die Daten auch nach Herstellern und Modellen unterteilt. Im Bereich der preisgünstigen Kompakten mit einem Preis von unter 300 US-Dollar sind Panasonics Kameras besonders zuverlässig. Hier gingen nur 5,3 Prozent herstellerbedingt kaputt. Bei Casio sind es 13 Prozent und bei Pentax 8,2 Prozent. Canon, Fujifilm, Sanyo und Olympus sind in diesem Segment fast gleichauf (maximal +1 Prozent) mit Panasonic, jedoch leicht fehleranfälliger.
Sind die Kameras teurer, werden sie auch zuverlässiger. Im Segment von 300 bis 500 US-Dollar sind allerdings wieder Panasonics Kameras am zuverlässigsten. Weniger als 2 Prozent der Geräte fielen innerhalb der ersten beiden Jahre aus. Danach kommen Nikon mit 3,1 Prozent, Sony (3,6 Prozent), Olympus (4,2 Prozent) und Canon mit 6,2 Prozent.
Bei DSLRs (digitale Spiegelreflexkameras) hat Squaretrade nur Daten zu Canon und Nikon vorgestellt. Hier ist jeweils eine Ausfallrate von 4 Prozent zu verzeichnen. Für Aussagen zu anderen Kameras ist offenbar die Datenbasis noch zu gering. Die Studie wurde online (PDF(öffnet im neuen Fenster)) veröffentlicht.
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