Web.de nennt Fraunhofer-Studie "Microsoft-Propaganda"

Streit zwischen Hotmail und United Internet

United Internet sieht sich als Opfer in einem Kleinkrieg, den Microsoft gegen das deutsche Unternehmen begonnen habe. In einer von Microsoft mitfinanzierten Studie eines Fraunhofer-Instituts hatten die Webmailer Web.de und GMX schlecht abgeschnitten.

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Microsoft-Chef Steve Ballmer
Microsoft-Chef Steve Ballmer

Web.de- und GMX-Sprecher Michael d'Aguiar hat eine Webmailer-Studie des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie (SIT) als "Microsoft-Propaganda" bezeichnet. Microsoft führe einen Kleinkrieg gegen die United-Internet-Marken. Yahoo, Hotmail und Googles Freemail-Dienst erzielten in dem Test gute Ergebnisse, GMX und Web.de schnitten schlecht ab. Microsoft hatte die Studie mitfinanziert, was das SIT auch nicht verheimlicht hatte.

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"Die Untersuchungskriterien, die Microsoft mit dem Fraunhofer-Institut vereinbart hat, lassen jedoch vermuten, dass es sich hierbei weniger um eine seriöse Untersuchung, als vielmehr um Propaganda für Microsofts Hotmail handelt", sagte d'Aguiar Golem.de. Der Leiter der Studie, Markus Schneider, betont dagegen: "Richtig ist, dass Microsoft die Studie finanziell unterstützt hat. Bei der Beauftragung haben wir aber sehr darauf bestanden, dass wir absolut unabhängig agieren können. Entsprechend unseres Vertrags hat Microsoft uns in der Wahl von Methoden und Testkriterien nicht beeinflusst."

Weiter kritisiert d'Aguiar, dass deutsche E-Mail-Provider anderen gesetzlichen Verpflichtungen unterlägen als ausländische. Deutsche E-Mail-Anbieter seien im Gegensatz zu den US-Firmen Microsoft, Yahoo und Google gesetzlich verpflichtet, elektronische Post auch zuzustellen. D'Aguiar: "E-Mails, die unser Rechenzentrum erreichen, müssen den Empfängern auch zugestellt werden, während amerikanische Anbieter an dieser Stelle E-Mails ungefragt löschen." Doch zugleich erklärte der Sprecher, täglich "vor" den Rechenzentren zwischen 600 Millionen und einer Milliarde E-Mails zu löschen, die bei einer ersten Überprüfung eindeutig als Spam identifiziert werden konnten. E-Mails mit dynamischen IP-Adressen dürften im Vorfeld geblockt werden. E-Mails, die im Rechenzentrum eintreffen, müssten dagegen auch zugestellt werden.

Ein weiteres Ergebnis der Fraunhofer-Studie war, dass bei keinem der kostenlosen Webmailer tatsächlich Spam-Nachrichten von externen Versendern im Posteingangsordner landeten. Für die Nutzer zähle einzig, wie viele Spams tatsächlich im Posteingang landen, so d'Aguiar. Die tatsächliche Zahl unerwünschter E-Mails sei nicht von Belang, wenn diese im dafür vorgesehenen Spamordner landeten. Beim Fraunhofer-Institut halten die Forscher dagegen, dass fast jeder E-Mail-Nutzer seinen Spamordner kontrolliere, um fälschlich dort gelandete Post zu retten.

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Die Tester vom Fraunhofer-Institut haben auch die Werbemails der Webmail-Dienstebetreiber mit zum Spamaufkommen gezählt. Auch dies will d'Aguiar nicht gelten lassen. Derartige Newsletter seien per Definition kein Spam, sagte der Sprecher. Die Wissenschaftler gingen dagegen nicht davon aus, dass Mailnutzer von dem eigenen Dienstanbieter lieber oder häufiger Werbung empfangen möchten als von anderen.

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Lilliww 14. Jul 2014

mein Erfahrungsbericht: Ähnlich wie es andere "Betroffene" hier beschreiben ist es mir...

Floh1982 09. Jan 2011

Mal eine ganz blöde Frage: Warum klickst du wenn du eingeloggt bist nicht einfach in...

FB 22. Nov 2010

Web.de sind echte Abzocker. Ich habe mein web.de-Konto gekündigt, leider ohne ein Datum...

Scavenger 25. Aug 2010

da kann ich nur zustimmen. 12MB Speicher ist ein absoluter Witz. Habe das Gefühl die...



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