Urheberrechtsabgabe macht USB-Sticks ein bisschen teurer (U)

Verwertungsgesellschaften nehmen 5 Millionen Euro ein

Urheberrechtsabgaben auf USB-Sticks und Speicherkarten kommen. Auch wenn es sich nur um 10 Cent handelt, nehmen die Verwertungsgesellschaften so 5 Millionen Euro ein, erklärt der Bitkom.

Artikel veröffentlicht am ,
Urheberrechtsabgabe macht USB-Sticks ein bisschen teurer (U)

Für USB-Sticks und Speicherkarten werden künftig Urheberrechtsabgaben fällig. Darauf haben sich der IT-Branchenverband Bitkom und die Verwertungsgesellschaften Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ), VG Wort und VG Bild-Kunst geeinigt.

Stellenmarkt
  1. IT-Sicherheitsbeauftragte*r und Datenschutzkoordinator*in
    Max-Planck-Institut für Multidisziplinäre Naturwissenschaften, Göttingen
  2. Data Scientist (m/w/d)
    WINGAS GmbH, Kassel
Detailsuche

10 Cent pro Speicherstick oder -karte haben die Verhandlungspartner vereinbart. Bezahlen müssen die Anbieter, die die Abgabe über den Verkaufspreis an den Endkunden weitergeben. Bitkom-Mitgliedsfirmen zahlen eine reduzierte Abgabe von 8 Cent. Der Vertrag gilt für die Jahre 2010 und 2011. "Damit haben die Anbieter Planungssicherheit für die nächsten zwei Jahre", so der Bitkom.

Laut Angaben des Bitkom können die Verwertungsgesellschaften aus der Einigung Abgaben von insgesamt rund 5 Millionen Euro erwarten, die an Verlage, Autoren und Künstler ausgeschüttet werden. Damit wird das legale private Kopieren von urheberrechtlich geschützten Inhalten wie Musik und Texten abgegolten.

Speicherkarten, USB-Sticks und Festplatten, die für Privatkopien genutzt werden, waren bisher nicht abgabepflichtig, was sich mit dem 2. Korb des Urheberrechtsgesetzs änderte.

Golem Karrierewelt
  1. Adobe Photoshop für Social Media Anwendungen: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    24./25.08.2022, virtuell
  2. Adobe Photoshop Aufbaukurs: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    25./26.08.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Der Bitkom will im Interesse der IT-Branche eine weitere Änderung des Urheberrechts durchsetzen. Pauschale Abgaben seien im Web-2.0-Zeitalter nicht mehr praktikabel, argumentiert der Verband.

Die Auseinandersetzung geht schon über mehrere Jahre: In den Medien war von einer Abgabe in Höhe von 1 Euro pro Speicherstick- oder -karte berichtet worden, was die Verwertungsgesellschaften jedoch dementiert hatten. Im Herbst 2008 nannte Bitkom-Urheberrechtsexpertin Judith Lammers die Forderung der Verwertungsgesellschaften noch "abstrus". Ein Großteil der Speicherkarten werde in der Digitalfotografie eingesetzt. USB-Sticks würden schwerpunktmäßig im gewerblichen Bereich als Transfermedium verwandt. Von einer Nutzung für Privatkopien seien die Anwender weit entfernt.

Nachtrag vom 19. April 2010, 10:49 Uhr:

Auch der Informationskreis Aufnahmemedien (IM) hat mit den Verwertungsgesellschaften eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Zu den Mitgliedsfirmen zählen Fujifilm Recording Media, Hama, Imation Deutschland, JVC Advanced Media Europe, Kodak, Maxell Deutschland, Panasonic Europe, Philips Deutschland, Sony Deutschland, Toshiba Electronics Europe und Verbatim.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Jesuskind 19. Apr 2010

erschuf die Menschen, dabei gab er Adam einen "Stick" mit, nun überlegt mein Vater ob er...

Trollfeeder 19. Apr 2010

Nicht immer nur so materialistisch. Wie wäre es mit hohen Abgaben auf Waffen jeder Art...

Kaktee 19. Apr 2010

Die "Urheberrechtsabgabe" hat sich mittlerweile schon wie eine Seuche auf zahlreiche...

iConspire 19. Apr 2010

Nennt sich Vetternwirtschaft is nen Kumpel von Kofferschieben ;)



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Bitblaze Titan samt Baikal-M
Russischer Laptop mit russischem Chip ist fast fertig

Ein 15-Zöller mit ARM-Prozessor: Der Bitblaze Titan soll sich für Office und Youtube eignen, die Akkulaufzeit aber ist fast schon miserabel.

Bitblaze Titan samt Baikal-M: Russischer Laptop mit russischem Chip ist fast fertig
Artikel
  1. Eichrechtsverstoß: Tesla betreibt gut 1.800 Supercharger in Deutschland illegal
    Eichrechtsverstoß
    Tesla betreibt gut 1.800 Supercharger in Deutschland illegal

    Teslas Supercharger in Deutschland sind wie viele andere Ladesäulen nicht gesetzeskonform. Der Staat lässt die Anbieter gewähren.

  2. Maschinelles Lernen und Autounfälle: Es muss nicht immer Deep Learning sein
    Maschinelles Lernen und Autounfälle
    Es muss nicht immer Deep Learning sein

    Nicht nur das autonome Fahren, sondern auch die Fahrzeugsicherheit könnte von KI profitieren - nur ist Deep Learning nicht unbedingt der richtige Ansatz dafür.
    Von Andreas Meier

  3. Gaming: Razers neue Deathadder V3 Pro unterstützt 4.000 Hz
    Gaming
    Razers neue Deathadder V3 Pro unterstützt 4.000 Hz

    Die Deathadder V3 Pro ist Razers neue Version des Mausklassikers. Die Maus unterstützt den Hyperpolling-Dongle mit 4.000 Hz Abtastrate.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Günstig wie nie: Palit RTX 3080 Ti 1.099€, Samsung SSD 2TB m. Kühlkörper (PS5) 219,99€, Samsung Neo QLED TV (2022) 50" 1.139€, AVM Fritz-Box • Asus: Bis 840€ Cashback • MindStar (MSI RTX 3090 Ti 1.299€, AMD Ryzen 7 5800X 288€) • Microsoft Controller (Xbox&PC) 48,99€ [Werbung]
    •  /