Neurosky und das Spiel mit den Gehirnwellen

Neue Möglichkeiten der Spielesteuerung durch Neurologie

Computerspiele könnten künftig wissen, ob sich ein Mensch gut unterhalten fühlt oder langweilt - und entsprechend reagieren. Möglich machen das EEG-Sensoren des amerikanischen Unternehmens Neurosky. Golem.de sprach mit David Westendorf von Neurosky über Pläne im Spielemarkt.

Artikel veröffentlicht am ,
Neurosky und das Spiel mit den Gehirnwellen

Der Kampf gegen ein Dutzend Monster ist überstanden, der Spieler steht als Sieger auf dem Schlachtfeld. Ist es jetzt besser, ihn noch vor eine letzte Herausforderung zu stellen - oder wäre jeder weitere Gegner einer zu viel? Diese Entscheidung könnte künftig nicht mehr allein der Gamedesigner für alle Spieler fällen, sondern intelligente Technik könnte individuell auf jeden einzelnen Nutzer eingehen und dessen Stress- oder Entspannungslevel berücksichtigen. Als denkbare Datenbasis dienen Gehirnströme, wie sie unter anderem das Unternehmen Neurosky mit seinen Sensoren messen kann.

Inhalt:
  1. Neurosky und das Spiel mit den Gehirnwellen
  2. Tanz der Gehirnkurvenfrequenz

Neurosky hat sich auf die Herstellung und Vermarktung von Biosensoren spezialisiert, nun will das Unternehmen seine Technologien auch den Entwicklern von Computerspielen zur Verfügung stellen. Mit klassischem Spielzeug hat das Unternehmen Erfahrung: Es produziert die Sensoren für den Mindflex von Mattel, mit dem Spieler einen kleinen Schaumstoffball per Gedankenkontrolle durch einen Kunststoffparcours lenken können. Der Mindflex ist seit seinem Verkaufsstart Ende 2009 in den USA zum Bestseller avanciert, hierzulande kommt er im August 2010 auf den Markt. Neurosky ist auch im medizinischen Bereich tätig.

Für den Einsatz in Computerspielen hat das Unternehmen seine Sensoren nach eigenen Angaben verbessert. Marketingchef David Westendorf führt die neue Version vor, die nichts mehr mit dem Stirnband des Mindflex zu tun hat. Stattdessen tragen Spieler einen Stereokopfhörer, der zum einen für die Ausgabe von Sound gedacht ist. Zum anderen befinden sich in der linken Hörmuschel zwei Sensoren, ein dritter muss über eine Art Antenne Kontakt mit der Stirn haben.

Den Rest erledigen die Softwareroutinen von Neurosky: Nach ein paar Sekunden haben sie sich auf die Gehirnströme des Spielers kalibriert. Bei dem Vorgang müssen laut Westendorf zum einen die individuellen Gehirnströme des Nutzers gefunden, zum anderen unerwünschte Daten herausgefiltert werden. Neben allerlei Daten des Nutzers sind das auch die der Umgebungselektrizität - weshalb Neurosky-Hardware aus den USA in Europa nur in einer angepassten Version funktioniert: Die Sensoren wissen sonst nichts mit der hierzulande etwas niedrigeren Frequenz des Wechselstroms anzufangen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Tanz der Gehirnkurvenfrequenz 
  1. 1
  2. 2
  3.  


honk 19. Apr 2010

Kann ich da auch die Dinger von Hama für nehmen? Das Micro ist zwar kaputt, aber es sonst...

lcbf 17. Apr 2010

Ich stelle mir das eigenltich ganz lustig vor im zusammenspiel mit eine eyetracking...

PeterParker 17. Apr 2010

Nich einfach aber interessant! Danke!

Buchdrucker 17. Apr 2010

Dieser Form von Kommentaren sollte in der "traurigen Geschichte der Informatik" auch ein...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Meta
"Es ist euer Job, euch in Horizon Worlds zu verlieben!"

Amüsante Auszüge aus Memos von Meta zeigen, dass nicht mal die Entwickler von Horizon Worlds gerne in ihre virtuelle Welt eintauchen.

Meta: Es ist euer Job, euch in Horizon Worlds zu verlieben!
Artikel
  1. SSDs und Speicher: Samsung investiert stark in zukünftige Speichertechnologien
    SSDs und Speicher
    Samsung investiert stark in zukünftige Speichertechnologien

    Während die nächste Grafikkartengeneration vorerst mit GDDR6X auf den Markt kommt, bereitet sich Marktführer Samsung bereits auf GDDR7 vor.

  2. Klage gegen Datenschutzaufsicht: Bundeskriminalamt weigert sich, Funkzellendaten zu löschen
    Klage gegen Datenschutzaufsicht
    Bundeskriminalamt weigert sich, Funkzellendaten zu löschen

    Das BKA will gesammelte Überwachungsdaten nicht löschen müssen. Deswegen klagt die Polizei gegen einen Bescheid des obersten Datenschützers.
    Eine Exklusivmeldung von Lennart Mühlenmeier

  3. Corning: Moderne Glasfaser ist ihren Vorgängern nur wenig ähnlich
    Corning
    Moderne Glasfaser ist ihren Vorgängern nur wenig ähnlich

    Lichtwellenleiter sind eine alte Technik. Heute müssen sie für Glasfaser-Verkabelung in Gebäuden fast neu erfunden werden.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • iPhone 14 Plus jetzt erhältlich • Günstig wie nie: Gigabyte RTX 3090 Ti 1.099€, Sapphire RX 6900 XT 834,99€, KF DDR5-5600 16GB 99,39€, Logitech Gaming-Maus 69,99€, MSI Curved 27" WQHD 165Hz 289€ • AMD Ryzen 7 5800X3D 429€ • NfS Unbound vorbestellbar • 3 Spiele für 49€ [Werbung]
    •  /