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Studie: Schlaf trotz Spielen

Australische Forscher untersuchen Einschlafverhalten nach Computerspielgenuss. Computerspiele stehen im Ruf, insbesondere bei jüngeren Spielern für Schlafstörungen verantwortlich zu sein. Eine neue Studie kommt zu anderen Ergebnissen: Auch direkt nach Call of Duty 4 schliefen die meisten Teilnehmer problemlos ein.
/ Peter Steinlechner
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Aufwühlende Action in Computerspielen mit möglicherweise verstörenden Kampfszenen und Leistungsdruck wird oft als Auslöser von schwerwiegenden Einschlafstörungen genannt. Eine im Journal of Clinical Sleep Medicine(öffnet im neuen Fenster) veröffentlichte Studie kommt jetzt zu anderen Ergebnissen. Dazu wurden 13 Teilnehmer zwischen 14 und 18 Jahren mit Elektroden verkabelt. Anschließend durften sie entweder 50 Minuten Call of Duty 4 spielen oder den Dokumentarfilm Die Reise der Pinguine anschauen.

Call of Duty 4 – Trailer
Call of Duty 4 – Trailer (01:37)

Elf Teilnehmer benötigten nach dem Ego-Shooter tatsächlich etwas länger zum Einschlafen – allerdings waren die Werte deutlich kürzer als von den Forschern erwartet. Zwei schlummerten sogar schneller ein als nach der Dokumentation. Im Mittel benötigten Probanden nach dem Spiel 7,5 Minuten, nach der Dokumentation rund 3 Minuten zum Einschlafen. Die Wissenschaftler weisen darauf hin, dass alle Teilnehmer während des restlichen Schlafs keinerlei Auffälligkeiten gezeigt hätten.

Die Forscher vermuten, dass womöglich die Spielzeit zu kurz war. "Das Zeitlimit von 50 Minuten hat den Teenagern offenbar nicht erlaubt, emotional in das Computerspiel einzusteigen", so Michael Gradisar, Professor für Kinderpsychologie an der australischen Flinders University in Adelaide, wo die Studie durchgeführt wurde.


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