• IT-Karriere:
  • Services:

Deep Packet Inspection: Zensur und Spambekämpfung

Eine umstrittene Technik mit positiven Aspekten

Deep Packet Inspection ermöglicht einen tiefen Blick in die Datenpakete, die über das Internet transportiert werden - und eröffnet weitreichende Kontroll- und Eingriffsmöglichkeiten. Experten halten die Technik dennoch nicht per se für schlecht: Im Bereich Sicherheit ist sie unverzichtbar.

Artikel veröffentlicht am ,

Geht es nach den Vorstellungen der Inhalteanbieter, sollen die Zugangsprovider und Netzbetreiber den Datenverkehr aus Tauschbörsen blockieren. Die Netzbetreiber selbst wiederum sperren bestimmte Anwendungen, um ihre Netze nicht allzu sehr zu belasten oder um ihre eigenen Geschäftsmodelle nicht zu gefährden. Einige Anbieter von mobilem drahtlosem Internet sperren beispielsweise Videos. Möglich wird das mit der Deep Packet Inspection (DPI).

Umstritten - aber unverzichtbar?

Inhalt:
  1. Deep Packet Inspection: Zensur und Spambekämpfung
  2. Das Ende des bekannten Internets

Kritiker lehnen diese Technik ab, weil sie darin eine Gefahr für die Netzneutralität sehen, also der Gleichbehandlung von Daten im Internet. Außerdem fürchten sie die Möglichkeiten der Zensur. Bei der re:publica 2010 befassten sich Andreas Bogk, Hacker und Mitglied des Chaos Computer Club (CCC), und Ralf Bendrath, Politologe und wissenschaftlicher Mitarbeiter des Europäischen Parlaments, mit der umstrittenen Technik. Die überraschende Erkenntnis: In der Computersicherheit kann auf DPI nicht verzichtet werden.

Anders als beim normalen Routing, wo nur der Header eines Datenpaketes betrachtet wird, wird bei DPI das ganze Datenpaket durchleuchtet. Der Router weiß also nicht nur, wohin das Datenpaket unterwegs ist, sondern auch, welche Art von Daten transportiert wird: ob es sich etwa um ein Text-, Bild- oder Musikformat handelt. Und nicht nur das. Es ist sogar möglich, einen Text zu lesen.

Neue Technik ermöglicht DPI

Eine solche tiefgehende Analyse ist sehr rechenaufwendig. Durchgeführt wird sie mit dem Aho-Corasick-Algorithmus, der auch von Virenscannern eingesetzt wird. Durch leistungsfähige Hardware geht das heutzutage in Wirespeed, also ohne dass es zum Stau kommt. Bis zu 60 GBit pro Sekunde schafften die Zusatzgeräte zu den Routern, erklärte Bogk.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Das Ende des bekannten Internets 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

x2K 20. Apr 2010

Das Problem dabei ist das nicht jeder Automatisch bösartig ist. Ich beispielsweise binn...

zabbo 18. Apr 2010

Quatsch, wenn ich so einen scheiss lese, dann drehts mir den magen rum. Wenn ein paket...

coffee 17. Apr 2010

Die "Content-Mafia" befindet sich in der Rückzugsschlacht, sie werden so lange blutig...

mineralerde 17. Apr 2010

das weis das DPI sytem jedoch nicht im voraus

nein danke 17. Apr 2010

Meiner Meinung nach, überwiegen aber ganz klar die Nachteile. Spam läßt sich auch über...


Folgen Sie uns
       


Radeon RX 6800 (XT) im Test mit Benchmarks

Lange hatte AMD bei Highend-Grafikkarten nichts zu melden, mit den Radeon RX 6800 (XT) kehrt die Gaming-Konkurrenz zurück.

Radeon RX 6800 (XT) im Test mit Benchmarks Video aufrufen
    •  /