Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Neue Funktionen für Webkits Web Inspector

Timeline, Audits und dedizierte Konsole. Der Web Inspector des Webkit-Projekts wartet in der aktuellen Entwicklerversion mit zahlreichen Neuerungen auf. Mit dabei sind drei neue Panels: Timeline, Audits und Dedicated Console. Bestehende Funktionen wurden erweitert.
/ Jens Ihlenfeld
3 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)

Die neuen Funktionen des Web Insepctor finden sich sowohl in den aktuellen Nightly Builds von Webkit als auch in den Entwicklerversionen von Googles Chrome.

Timeline-Panel zeigt, was der Browser wann macht

Das neue Timeline-Panel zeigt detailliert an, wann ein Browser was macht, angefangen beim Parsen von HTML, über das Berechnen von Styles bis hin zum Zeichnen auf den Bildschirm. Die für einen Entwickler interessanten Abschnitte kann er sich vergrößert anzeigen lassen, um herauszufinden, wie er seine Applikation im Detail optimieren kann. Es wird auch angezeigt, welche Aktionen durch ein Ereignis ausgelöst werden und wie viel Zeit auf die einzelnen Verarbeitungsschritte entfällt.

Eine Übersicht zeigt aggregiert Informationen zu den drei aufgezeichneten Kategorien: Loading, Scripting und Rendering. Jede davon kann mit Filtern versehen werden. Zum besseren Überblick können zudem kurze Einträge, also solche für Aktionen, die weniger als 15 ms dauern, ausgeblendet werden.

Audits-Panel für Plausibilitätsprüfungen

Das Audits-Panel führt einige Plausibilitätsprüfungen für eine Seite durch. Ausgehend vom Audit Launcher Panel werden die durchzuführenden Prüfungen ausgewählt. Anschließend lädt der Inspector die Seite gegebenenfalls neu und analysiert sie. So sollen sich nicht benutzte Ressourcen aufspüren, das Caching optimieren und die Zahl der pro Domain zu ladenden Ressourcen optimieren lassen. Künftig sollen Entwickler eigene Prüfungen ergänzen können, beispielsweise in den Bereichen Browsing, Sicherheit und statische Codeanalyse.

Die Konsole bekommt ein eigenes, dediziertes Panel, was ihr vor allem mehr Platz verschaffen soll.

Web Inspector zeigt künftig auch HTTP-Redirects

Verbessert wurde das Editieren von Stylsheets. Entwickler können direkt aus einem Eintrag in der Styles-Sidebar in die Regeldefinitionen springen, um Styles zu bearbeiten. Auch die Styles von Pseudoelementen wie ::before und ::after werden nun angezeigt.

Ebenfalls überarbeitet wurden die Möglichkeiten zum Eingriff ins DOM: Der Zugriff auf das DOM ist nun über ein Kontextmenü möglich, das verschiedene Aktionen für Knoten und Attribute anzeigt. Zudem gibt es die Möglichkeit, DOM-Knoten als HTML zu editieren.

Der Web Inspector kann besser mit großen DOM-Bäumen umgehen. Bäume mit mehr als 500 Kindelementen lassen sich schrittweise füllen, was die Arbeitsgeschwindigkeit erhöhen soll.

Das Ressourcen-Panel zeigt nun auch Informationen zu HTTP-Redirects, die als einzelne Ressourcen in der Liste auftauchen, versehen mit Header- und Zeitinformationen.

Darüber hinaus wollen die Entwickler die Skalierbarkeit des Inspectors verbessert haben, so dass sich nun komplexe Ajax-Applikationen über mehrere Tage untersuchen lassen. Dateien mit mehr als 100.000 Codezeilen können samt Syntax-Hervorhebung angezeigt werden, ohne dass der Speicherverbrauch ausufert, heißt es in der Ankündigung(öffnet im neuen Fenster).

Breakpoints lassen sich in der neuen Version komplett deaktivieren oder aktivieren. Das macht es schneller, wenn ein einzelner Breakpoint gezielt untersucht werden soll. Hält die Ausführung an einem Breakpoint an, kann mit der Maus über die einzelnen Elemente gefahren werden, um deren aktuelle Werte anzuzeigen.

Sämtliche Neuerungen haben die Webkit-Entwickler in einem Blogeintrag(öffnet im neuen Fenster) zusammengefasst.


Relevante Themen