Atom-SoC Tunnel Creek für Tablets und Auto-PCs

Anbindung an bestehende Designs per PCI-Express

IDF

Auf dem Intel Developer Forum in Peking hat Intel das erste System-on-a-Chip auf Basis der noch für 2010 geplanten Plattform "Moorestown" angekündigt. Der neue Chip namens "Tunnel Creek" ist für Autoelektronik vorgesehen, soll aber auch in Tablets passen. Chinesische Hersteller entwickeln bereits Geräte damit.

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Atom-SoC Tunnel Creek für Tablets und Auto-PCs

Von Anfang an hatte Intel die Atom-Architektur für kleine, mobile Geräte vorgesehen - vornehmlich die "Mobile Internet Devices" (MID), nicht die Netbooks, in denen Atom-Prozessoren bisher vorwiegend zu finden sind. So richtig losgehen sollte die Atom-Integration erst 2010 mit der Plattform "Moorestown", die Prozessorkern, Speichercontroller, Grafik und I/O auf einem Die vereint.

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Moorestown ist dabei nur der Oberbegriff für viele verschiedene Chips und Plattformen. Eine erste Version hat Intels Embedded-Chef Douglas Davis nun auf dem IDF in Peking vorgestellt. Das System-on-a-Chip (SoC) heißt dabei "Tunnel Creek", die zugehörige Plattform "Queensbay". Das SoC ist dabei der einzige Chip, den Intel selbst anbieten will, denn: Tunnel Creek soll sich in bestehende Designs einsetzen lassen.

Viele Hersteller von Embedded-Elektronik haben längst eigene I/O-Bausteine entwickelt, welche eine Vielzahl von bei PCs sonst nicht üblichen Schnittstellen bieten. Bei Autoelektronik sind das beispielsweise die Busse I2C und CAN, für die es eine große Infrastruktur gibt. Controller für diese Schnittstellen sollen an Intels Tunnel Creek per PCI-Express (PCIe) angebunden werden.

Das von Intel maßgeblich mitentwickelte PCIe galt bisher als vergleichsweise sehr stromhungrig und in mobilen Anwendungen durch die hohen Anforderungen an die Leitungen schwierig zu integrieren. Zwar gibt es auch PCIe-Controller, die mit geringen Spannungen arbeiten und nur wenige Leitungen benötigen, aber als echtes Bussystem konnte sich PCI-Express bisher unter anderem bei Auto-PCs nicht durchsetzen. Mit Tunnel Creek könnte sich das ändern: Intel schlägt nur eine PCIe-Verbindung zwischen seinem SoC und einem I/O-Baustein eines anderen Herstellers vor.

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Dieser PCIe-Link, zu dem Intel noch keine Angaben für die Zahl der Leitungen und den Takt gemacht hat, soll schnell genug sein, um beispielsweise auch 3D-Grafik und Video an die externen Busse weiterzureichen. So stellte der chinesische Automobilhersteller Haw Tai auf dem IDF ein System vor, das auf Tunnel Creek basiert: Das Navigationssystem zeigte dabei dem Fahrer die Route in 3D-Grafik, auf den Rücksitzen betrieb derselbe Rechner einfache Spiele. Eine ähnliche Vorführung kam vom US-Hersteller Delphi.

Auch Tablet-PCs, die per Mobilfunk oder WLAN auf das Internet zugreifen, hat Intel mit Tunnel Creek im Auge. Dafür entwickelt nach Angaben des Unternehmens China Telecom derzeit Geräte. Als Betriebssystem kommt dabei das mobile Linux MeeGo zum Einsatz, das aus Intels Moblin und Nokias Maemo hervorging. Konkurrenzprodukte wie das Opentablet mit Moorestown sollen bereits 2010 weltweit auf den Markt kommen.

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